Bundesarbeitsgericht fällt weiteres Grundsatz-Urteil zum Mindestlohn

cutout of cut_out_asset_10387.jpg

Foto: Bundesarbeitsgericht

Das Bundesarbeitsgericht entschied über Zuschläge für Nachtarbeit, Urlaubs- und Feiertage.

Dazu hat sich das Bundesarbeitsgericht mit Urteil vom 20. September 2017 (Az.: 10 AZR 171/16) wie folgt positioniert: Sieht ein Tarifvertrag einen Nachtarbeitszuschlag vor, der auf einen Stundenverdienst zu zahlen ist, muss dieser mindestens auf der Grundlage des gesetzlichen Mindestlohnes (derzeit 8,84 Euro) berechnet werden.

Mit der vorliegenden Entscheidung hat das Bundesarbeitsgericht ein weiteres Grundsatzurteil zur Berechnung des gesetzlichen Mindestlohnes gefällt. Es stellt klar, dass Nachtarbeitszuschläge und zusätzlich gewährtes Urlaubsgeld nicht die Entlohnung für die „normale“ Arbeitsleistung darstellen, sondern für besondere Erschwernisse (Nachtarbeit) oder zusätzlichen finanziellen Bedarf (Urlaubsgeld) gewährt werden. Diese Leistungen können nicht auf den gesetzlichen Mindestlohn angerechnet werden, sondern sind zusätzlich zu diesem zu zahlen.

Ansprechpartnerin:

Carola Müller
Beraterin Recht
0345 2999-163
cmueller@hwkhalle.de
Anschrift:
Handwerkskammer Halle (Saale) - Hauptsitz
Gräfestraße 24 ,
06110 Halle (Saale)

Telefax: 0345 2999-200
 
Nach oben