Die neue Azubi gesucht ist da!

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Die neue Ausgabe der Azubi gesucht ist ab sofort erhältlich und wird in Schulen in der Regionen ausgegeben. Lehrlinge stellen in der Zeitschrift ihren Ausbildungsberuf selbst vor, und es gibt viele Tipps rund um das Thema Bewerbung. Die neue Azubi gesucht! kann online als E-Paper gelesen werden.

Interview mit Astrid Birke, Ausbildungsberaterin der Handwerkskammer Halle, in der Azubi gesucht:

Frau Birke, was spricht für einen Handwerksberuf?

Wenn man Handwerkern diese Frage stellt, antwortet die meisten: Man kann kreativ sein und eigene Ideen umsetzen. Und man sieht am Ende des Tages, was man geschaffen hat.                                                  

 

Bei Handwerk denken viele an körperlich anstrengende Arbeit…

… und das stimmt auch für viele Berufe, gerade im Baubereich. Nur: Es stimmt nicht für alle 130 Handwerksberufe, die es gibt. Um nur wenige Beispiele zu nennen: Hörakustiker und Zahntechniker üben jeweils ein Handwerk aus, bei denen sie zwar geschickt sein müssen, aber wenig Muskelkraft brauchen.

 

Heutzutage spielt im Alltag Technik eine große Rolle. Welche Berufe gibt es für technikaffine Schüler?

Technik ist in allen Handwerksberufen enorm wichtig, etwa im Elektroniker- oder Kfz-Bereich. Auch bei Berufen, bei denen man es nicht vermutet, ist Technik heute nicht mehr wegzudenken, etwa beim Schornsteinfeger. In kaum einen Berufsstand liegen Tradition und technischer Fortschritt so nahe beieinander wie im Handwerk. Auch wenn Handwerker traditionelle Techniken lernen, spielen digitale Techniken eine immer größere Rolle.

 

Eine Berufswahl zu treffen, fällt vielen schwer. Welchen Tipp haben Sie für junge Leute, die vor der Entscheidung stehen?

Der wichtigste Rat ist und bleibt: Sucht Euch etwas, bei dem Ihr mit Leidenschaft dabei seid und das Euch erfüllt. Backt jemand gern in seiner Freizeit oder fotografiert mit Begeisterung? Dann bieten sich doch schon die Berufe – Bäcker bzw. Fotograf – von selbst an. Das Schlimmste wäre doch, wenn man sich für einen Beruf entscheidet, der einen von vornherein langweilt.

 

Das Handwerk bietet einen so genannten Berufechecker an. Was ist das?

Im Berufechecker können Jugendliche online ihre Vorlieben angeben: Es wird etwa gefragt, ob sie eher technisch oder künstlerisch interessiert sind. Möchten sie mit Kunden zusammenarbeiten oder an Maschinen werkeln. Der Berufechecker, der online erreichbar ist, schlägt dann fünf passende Berufe vor. Unter www.handwerk.de/berufechecker kann man sich aber auch über alle 130 Handwerksberufe informieren. Übrigens: Wir beraten auch gern Schüler zur passenden Berufswahl. Bei 130 Handwerksberufen verliert man leicht den Überblick. Die Ausbildungsberater der Handwerkskammer Halle beantworten alle Fragen rund um die handwerkliche Ausbildung.

 

Sie raten Schülern, Praktika zu machen. Warum?

Es kostet Überwindung, ein Praktikum zu machen, wenn die Mitschüler vielleicht in den Sommerferien am Strand liegen. Aber ich kann nur sagen: Es lohnt sich, mal für eine kurze Zeit, in einen Betrieb reinzuschnuppern. Denn nur so bekommt man mit, was den Arbeitsalltag ausmacht. Durch diese Erfahrung kann man viel besser einschätzen, ob eine Ausbildung etwas für einen ist – oder auch nicht.  

 

Wo finde ich Praktikastellen?

Wir bieten wir online eine Praktikums- und Lehrstellenbörse an. Wer hier nicht fündig wird, dem empfehle ich selbst mal bei einem Betrieb in der Nähe anzurufen. Oft sind die meisten Handwerker offen für Interessierte und ermöglichen ein Praktikum.

Fragen zur Ausbildung im Handwerk beantwortet

Astrid Birke
Astrid Birke
Ausbildungsberaterin
0345 2999-211
abirke@hwkhalle.de
Anschrift:
Handwerkskammer Halle (Saale) - Hauptsitz
Gräfestraße 24 ,
06110 Halle (Saale)

Telefax: 0345 2999-301
 
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