Hochkonjunktur im Baubereich, getrübte Aussichten bei anderen Handwerken

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Thomas Keindorf (l.), Präsident der Handwerkskammer Halle, und Fleischermeister Klaus-Dieter Kohlmann beim Konjunkturpressegespräch.

Der Präsident der Handwerkskammer Halle, Thomas Keindorf, bilanziert der wirtschaftlichen Lage im Handwerk für das 3. Quartal 2018 differenziert: Während die Hochkonjunktur in den Bauhandwerken und den Handwerken für gewerblichen Bedarf immer noch für ein gesamthandwerkliches Plus sorgt, blicken die Kfz-Handwerke und die Handwerke für den privaten Bedarf weniger positiv voraus. „Es ist nicht abschätzbar, ob es sich um eine Delle im Konjunkturgefüge handelt oder eine Trendwende eintritt. Bei den Kfz-Handwerken ist aber absehbar, dass sich Verfehlungen der Hersteller auf die lokalen Betriebe auswirken werden“, sagte Keindorf im Pressekonjunkturgespräch.

Der Geschäftslageindex erreichte im 3. Quartal 2018 einen Wert von plus 50 und lag damit 8 Punkte über dem Vorjahres-, aber minus vier Punkt unter dem Vorquartalswert. Die Auftragsreichweiten sanken im Quartal um 1,2 Wochen auf
7,2 Wochen. Die durchschnittliche Auslastung der Betriebe liegt jetzt bei 85 Prozent (Vorquartal: 87 Prozent).

Zum 30. September des Jahres zählte die Handwerkskammer 13.867 Mitgliedsbetriebe, 25 mehr als drei Monate zuvor. Vor einem Jahr waren es 14.035 Betriebe. Die Zahl der Beschäftigten im Handwerk sank auf 71.000. Das sind 500 weniger als im Vorquartal und 2.000 Personen weniger als vor einem Jahr. Es ist anzunehmen, dass sich der Mangel an Fachkräften in diesen Zahlen widerspiegelt.

Nahrungsmittelhandwerk thematisiert

Im Fokus des Konjunkturgespräches stand die Situation im Nahrungsmittelhandwerk. Diese zählten am 30. September 438 Betriebe. Die Zahl ist seit Jahren rückläufig: Vor 15 Jahren, gab es noch 718 Betriebe. Am Beispiel des Fleischerhandwerks lassen sich Entwicklungstrends beleuchten. In Deutschland existieren derzeit 12.400 Fleischerbetriebe, hinzukommen ca. 8.200 stationäre Filialen. Im Kammerbezirk Halle werden 166 selbständige Fleischerbetriebe und 200 bis 250 Filialen gezählt. In der Großstadt Halle existieren es noch 7 selbständige Fleischerbetriebe, gegenüber 28 im bevölkerungsmäßig kleineren Landkreis Anhalt-Bitterfeld. „Das Fleischerhandwerk durchläuft eine komplizierte Phase. Dennoch wird sich handwerkliche Qualität letztlich durchsetzen“, kommentiert Klaus-Dieter Kohlmann, Landesinnungsmeister des Fleischerverbandes Sachsen-Anhalt, die Situation.

Konjunkturbericht 3. Quartal 2018

Konjunkturbericht 3/2018

 

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