Spleißen auf dem Lehrplan

Neue Anwendungstechnik in der Aus- und Fortbildung

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Elektrotechnik-Ausbilder Mathias Milus (hinten) zeigt Benedikt Heine den Umgang mit dem Spleißgerät.

In Lichtgeschwindigkeit rauschen Informationen durch Glasfaserkabel um die Welt. Ob Telefonat, einfache E-Mail oder gestreamter Film – ohne Kabeltechnologie kommt weder zu Hause noch im Betrieb etwas an. „Glasfasertechnik ist das Rückgrat unserer heutigen Kommunikationswelt“, fasst Mathias Milus, Ausbilder Elektrotechnik im Bildungs- und Technologiezentrum (BTZ) der Handwerkskammer Halle, zusammen. Was die Glasfasern zusammenbringt, ist das Spleißen. „Glasfasern werden ja nicht kilometerlang hergestellt, wie sie dann verbaut werden, sondern sie müssen verbunden werden, ohne dass später der Informationsfluss gestört wird“, so Milus.

Die Wortnähe zum Schweißen hat seinen Grund, denn ähnlich wie beim Verbinden von Metallstücken mit Brenner, werden beim Spleißen die beiden Enden von Glasfasern mit Hitze verbunden.

Das Fusionsspleißen ist neuer Teil der Ausbildung für angehende Elektroniker im vierten Lehrjahr im BTZ. Eine Woche lang lernen die Azubis im Rahmen ihrer Überbetrieblichen Lehrunterweisung (ÜLU) an einem Fusionsspleißgerät. Für manche eine ungewohnt feine Arbeit: „Bisher hatte ich mit so sensibler Technik eher wenig zu tun, dafür brauch man schon ein gutes Auge und etwas Geduld“, so Benedikt Heine, Lehrling für Energie- und Gebäudetechnik.

Das Spleißen bleibt nicht nur den ÜLU-Teilnehmern vorbehalten: „Auch in unseren neuen Kursen zum Elektro-technikermeister wird die Fusionsspleißtechnik mit aufgenommen. Dann natürlich noch tiefgehender als in der ÜLU“, so Milus.

Die Meistervorbereitungslehrgänge für Eletroniker starten am 1. April 2019 (Vollzeit) sowie am 3. Mai 2019 (Teilzeit). Weitere Elektroweiterbildungen sind für Frühjahr 2019 geplant.

 
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