EU-Binnenmarkt

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(Foto: Momosu/pixelio)

Seit dem 1. Januar 2007 umfasst die Europäische Union 28 Mitgliedsländer mit über 500 Millionen Einwohnern. Zu den größten Errungenschaften der Europäischen Union zählt der gemeinsame Binnenmarkt. Die zwischen den Mitgliedsländern bestehenden Handels- und Wettbewerbsbeschränkungen sind abgebaut worden. Der Lebensstandard hat sich erhöht. Insgesamt bildet der Binnenmarkt aber noch keinen einheitlichen Wirtschaftsraum. Einige Bereiche der Wirtschaft (öffentliche Dienste) werden noch immer durch nationale Vorschriften geregelt.

Für die Steuer- und Sozialpolitik sind die einzelnen EU-Länder weitgehend selbst verantwortlich. Durch eine Reihe von EU-Maßnahmen wird der Binnenmarkt unterstützt, um die Marktliberalisierung zum Nutzen für Unternehmen und Verbrauchern zu gestalten. Die EU-Erweiterungen 2004 und 2007 und die zunehmende Internationalisierung der Märkte führten aber auch zu mehr Konkurrenz im Handwerk.

In den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union gelten die vier Freiheiten des Binnenmarktes:

 

  • Niederlassungsfreiheit
  • Dienstleistungsfreiheit
  • freier Warenverkehr
  • freier Kapitalverkehr

 

Besondere Bestimmungen beachten

Die Gewährleistung der Grundfreiheiten bedeutet, dass Arbeitnehmer das Recht auf Freizügigkeit besitzen. Jeder EU-Bürger kann in einem anderen EU-Land leben und arbeiten. Auch wenn innerhalb der EU keine Beschränkungen, Genehmigungspflichten, Zölle etc existieren, sind dennoch bei der Erbringung von Bau- und Montageleistungen in einem anderen EU-Land besondere Bestimmungen zu beachten:

 

  • Vorlage der EU-Bescheinigung zum Nachweis der beruflichen Qualifikation für Mitgliedsbetriebe in der Handwerksrolle. Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an die Mitarbeiter der Handwerksrolle.
  • Anmeldung der Tätigkeit und Bestätigung durch die Behörde im Zielland
  • Nachweis der Sozialversicherung für Arbeitnehmer
  • Anmeldung von Baustellen
  • Beantragung von Bewilligungen für bestimmte Berufe (z.B. Energieversorgung)
  • Beachtung von Umsatz- bzw. Mehrwertsteuerregelungen im jeweiligen EU-Land

 

In den Mitgliedsländern der EU gibt es unterschiedliche Registrierungsvorschriften. Diese richten sich nach den gewerberechtlichen Bestimmungen im jeweiligen Land. Wir empfehlen Ihnen genügend Zeit für die Registrierung einzuplanen.

 

Besteuerung

Im EU-Binnenmarkt ist die Umsatzbesteuerung von Warenlieferungen an Privatpersonen und von Lieferungen zwischen Unternehmen verschieden.

 

Bei Lieferungen zwischen Unternehmen erfolgt die Besteuerung im Bestimmungsland. Die Rechnungsstellung an gewerbliche Abnehmer erfolgt also netto. Sie ist unter Angabe der Umsatzsteuer-Identifikationsnummern des Lieferanten und des Kunden zu stellen.

 

Bei Lieferungen an Privatpersonen ins EU-Ausland gilt unterhalb der länderspezifischen Lieferschwelle das sogenannte Ursprungslandprinzip. Die Lieferung ins EU-Ausland ist also im Inland (Ursprungsland) der Umsatzsteuer zu unterwerfen. Wird die länderspezifische Lieferschwelle überschritten, erfolgt die Besteuerung im Bestimmungsland. Der deutsche Händler muss sich also im Ausland (Bestimmungsland) registrieren und die ausländische Umsatzsteuer abführen.

 

Jeder deutsche Unternehmer, der innergemeinschaftlich Lieferungen aufführt, muss eine „Zusammenfassende Meldung“ (externer Link) beim Bundeszentralamt für Steuern (externer Link) abgeben. (Bitte Abgabemodalitäten beachten!)

Ihr Ansprechpartner

Michael Hirsch
Betriebswirtschaftlicher Berater für den Burgenlandkreis und Altkreis Merseburg-Querfurt
0345 2999-256
mhirsch@hwkhalle.de
Anschrift:
Handwerkskammer Halle (Saale) - Hauptsitz
Gräfestraße 24 ,
06110 Halle (Saale)

Telefax: 0345 2999-317

online_seit 25. September 2012, aktualisiert_am 17. Oktober 2016

 

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0345 2999-0

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Termine außerhalb der Sprechzeiten sind nach telefonischer Absprache möglich.
 
 
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