Neue Regeln für Aus- und Einbaukosten und für Bauverträge

Am 1. Januar 2018 tritt ein umfangreich reformiertes Mängelhaftungs- und Bauvertragsrecht in Kraft. Handwerker bleiben nicht mehr auf den Kosten für Aus- und Einbau sitzen, wenn sie unwissentlich fehlerhafte Materialien eingebaut haben. Neuerungen betreffen auch den Verbraucherschutz: Verträge zwischen privaten Bauherren und Bauunternehmern müssen verbindliche Details (Baubeschreibung) und Fristen, beispielsweise den Fertigstellungstermin enthalten. Zudem können die Auftraggeber innerhalb von 14 Tagen einen Hausbauvertrag widerrufen. Geplant ist an den Landgerichten auf Bauvertragsrecht spezialisierte Kammern („Baukammern“) einzurichten.

Näheres zur Gesetzesnovelle entnehmen Sie der Übersicht in diesem Merkblatt:


Merkblatt des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH) „Neue Regeln für Aus- und Einbaukosten und für Bauverträge“

 

Ihr Ansprechpartner

Dipl.-Jurist Andreas Dolge
Berater Recht
0345 2999-169
adolge@hwkhalle.de

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Handwerkskammer Halle (Saale) - Hauptsitz
Gräfestraße 24 ,
06110 Halle (Saale)

Telefax: 0345 2999-200

Bekanntlich sind Betriebe mit mehr als zehn Mitarbeitern verpflichtet, auf ihrer Webseite sowie in ihren Allgemeinen Geschäftsbedingungen Angaben zur Verbraucherschlichtung zu machen. Für Betriebe des Bauhandwerks besteht seit Juli 2017 die Pflicht, bei Streitigkeiten mit Verbrauchern auf die zuständige Verbraucherschlichtungsstelle hinweisen, wenn sie einen Streit über einen Verbrauchervertrag nicht selbst lösen können.

 

Diese Hinweispflicht besteht auch dann, wenn der Betrieb nicht bereit ist, an einem Verbraucherschlichtungsverfahren teilzunehmen.

 

Der Immobilienverband Deutschland (IVD) und der Verband Privater Bauherren (VPB) haben eine Verbraucherschlichtungsstelle für Streitigkeiten in Bauangelegenheiten eingerichtet. Ihr Name: „Ombudsmann Immobilien IVD/VPB - Grunderwerb und -verwaltung“. Sie ist nach dem Verbraucherschlichtungsgesetz (VBSG) als Schlichtungsstelle anerkannt und auf Konflikte beim Bau neuer Häuser und Wohnungen beschränkt, die ihren Grund in einem Verbrauchervertrag haben. Insbesondere betrifft es folgende Verträge:

 

 

  • Vertrag über den Bau eines neuen Gebäudes oder erhebliche Umbaumaßnahmen an einem bestehenden Gebäude (Verbraucherbauvertrag) oder

 

  • Vertrag über die Errichtung oder den Umbau eines Hauses oder eines vergleichbaren Bauwerks und der zugleich die Verpflichtung des Unternehmers beinhaltet, dem Besteller das Eigentum an dem Grundstück zu übertragen oder ein Erbbaurecht zu bestellen oder zu übertragen (Bauträgervertrag).

 

Weitere Informationen

www.ombudsmann-immobilien.net

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online_seit 16. April 2014, aktualisiert_am 27. April 2016

 
 

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