Datenschutzerklärung
I. Name und Kontaktdaten des für die Verarbeitung Verantwortlichen sowie des Datenschutzbeauftragten
Diese Datenschutzhinweise gelten für die Datenverarbeitung durch die Handwerkskammer Halle (Saale), Gräfestraße 24, 06110 Halle (Saale), Telefon: 0345 2999-0, E-Mail: info@hwkhalle.de
Der Datenschutzbeauftragte der Handwerkskammer Halle (Saale) ist unter der o.g. Anschrift, zu Hd. Herrn Prof. Dr. Andre Döring, beziehungsweise unter datenschutz@robin-data.io erreichbar.
II. Unternehmen
1. Eintragung in die Handwerksrolle
Im Sinne der Handwerksordnung zulassungspflichtige Handwerke sind in die Handwerksrolle einzutragen. Hierfür ist die Verarbeitung nachgenannter personenbezogener Daten notwendig:
- Mitgliedsnummer
- Vorgängernummer
- einzutragendes Handwerk/Gewerbe
- Eintragungsdatum
- Firmenname
- Name und Vorname des Inhabers
- Geburtsname
- Geburtsdatum
- Geburtsort
- Staatsangehörigkeit
- Wohnanschrift
- Anschrift des Unternehmens
- Telefonnummer, Faxnummer, E-Mail-Adresse
- Landkreis
- Internetseite
- Rechtsform
- Neugründung
- Gewerbeausübung in der Vergangenheit
- Name und Anschrift des Vorgängers
- Art der Erwerbstätigkeit
- Ort, Datum
- Unterschrift
Die Verarbeitung dieser Daten erfolgt gem. Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. c DSGVO in Verbindung mit § 10 HWO zur Erfüllung einer gesetzlichen Verpflichtung.
Die Einträge gem. § 13 HWO werden auf Antrag oder von Amts wegen gelöscht, sofern die Voraussetzungen für eine Eintragung nicht vorliegen. Die aus der Handwerksrolle gelöschten Daten werden 30 Jahre in einem gesonderten Dateisystem gespeichert.
2. Änderung der Eintragung in der Handwerksrolle
Sofern die in der Handwerksrolle zu Ihrem Unternehmen hinterlegten Gewerke ergänzt oder gelöscht werden müssen, können Sie einen Antrag hierfür stellen. Dabei werden folgenden personenbezogenen Daten verarbeitet:
- Firmenname
- Name und Vorname des Inhabers
- Anschrift des Unternehmens
- Telefonnummer, Faxnummer, E-Mail-Adresse
- Aufzunehmendes bzw. zu löschendes Gewerk
- Ort, Datum
- Unterschrift
- Aktenzeichen der Handwerkskammer Halle (Saale)
Die Verarbeitung dieser Daten erfolgt gem. Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. c DSGVO in Verbindung mit § 10 HWO zur Erfüllung einer gesetzlichen Verpflichtung.
Die Einträge gem. § 13 HWO werden auf Antrag oder von Amts wegen gelöscht, sofern die Voraussetzungen für eine Eintragung nicht vorliegen. Die aus der Handwerksrolle gelöschten Daten werden 30 Jahre in einem gesonderten Dateisystem gespeichert.
3. Bonitätsauskünfte und Auskünfte aus dem Grundbuch
Mitglieder der Handwerkskammer können über diese Bonitätsauskünfte über Kunden oder Geschäftspartner sowie Auskünfte aus dem Grundbuch beantragen, sofern die hierfür erforderlichen Voraussetzungen vorliegen.
Im Rahmen der Antragstellung und Bearbeitung verarbeiten wir insbesondere folgende personenbezogenen Daten:
- Mitglieds- bzw. Betriebsnummer
- Firmenbezeichnung
- Vor- und Nachname des Antragstellers
- Anschrift und Kontaktdaten des Antragstellers
- gegebenenfalls Auftragsnummer
- Ort, Datum und Unterschrift
Bei der Beantragung einer Bonitätsauskunft werden darüber hinaus insbesondere folgende Daten der Person verarbeitet, über die die Auskunft eingeholt werden soll:
- Vor- und Nachname
- gegebenenfalls Firmenbezeichnung
- Anschrift
- gegebenenfalls Geburtsdatum und Geburtsort
Bei der Beantragung eines Grundbuchauszuges werden darüber hinaus insbesondere folgende Daten verarbeitet:
- Angaben zur Begründung des berechtigten Interesses
- Name und Anschrift des Eigentümers
- gegebenenfalls Name und Anschrift eines abweichenden Empfängers
- Angaben zum betroffenen Grundbesitz, insbesondere Gemarkung, Grundbuchblatt, Flurstück, Flur und Gemeinde
- Angaben zur gewünschten Zustellung oder Abholung
- Die Verarbeitung erfolgt zur Prüfung und Bearbeitung des Antrages, zur Einholung der beantragten Auskunft, zur Kommunikation mit dem Antragsteller sowie zur Abrechnung der erbrachten Leistung.
Soweit personenbezogene Daten des Antragstellers verarbeitet werden, erfolgt die Verarbeitung zur Durchführung des erteilten Auftrags gem. Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. b DSGVO. Soweit personenbezogene Daten der Person verarbeitet werden, über die eine Bonitäts- oder Grundbuchauskunft eingeholt wird, erfolgt die Verarbeitung gem. Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. f DSGVO. Das berechtigte Interesse liegt in der Prüfung der wirtschaftlichen Verhältnisse eines Kunden oder Geschäftspartners beziehungsweise in dem für die Einsichtnahme in das Grundbuch glaubhaft gemachten berechtigten Interesse.
Im Rahmen der Bearbeitung des Antrages werden die hierfür erforderlichen personenbezogenen Daten an die jeweils zuständige Auskunftsstelle weitergegeben.
Die Daten werden nach drei Jahren gelöscht, sofern nicht gesetzliche Aufbewahrungspflichten eine längere Speicherung erfordern.
4. Fachlicher Betriebsleiter
Im Rahmen der Eintragung, Bestellung und Löschung eines fachlichen Betriebsleiters in der Handwerksrolle verarbeiten wir personenbezogene Daten.
a) Bestellung und Betriebsleitererklärung
Sofern ein fachlicher Betriebsleiter benannt wird, ist eine entsprechende Betriebsleitererklärung einzureichen. Dabei werden insbesondere folgende personenbezogenen Daten verarbeitet:
- Mitgliedsnummer
- Firmenname und Anschrift des Unternehmens
- ggf. Anschrift der Niederlassung
- Vor- und Nachname des fachlichen Betriebsleiters
- Geburtsname
- Geburtsdatum und Staatsangehörigkeit
- Wohnanschrift und Kontaktdaten
- ausgeübtes Handwerk
- Angaben zur Arbeitszeit (täglich/wöchentlich)
- Angaben zur Vergütung (z. B. Bruttoverdienst/Gewinnentnahme)
- Angaben zu weiteren Tätigkeiten oder Beschäftigungsverhältnissen
- Angaben zu Sozialleistungen (z. B. Rente, Arbeitslosengeld)
- Angaben zur gewerblichen Zuverlässigkeit
- Nachweise (z. B. Qualifikationsunterlagen, Arbeitsvertrag, Sozialversicherungsnachweis)
- Ort, Datum und Unterschriften
Die Verarbeitung dieser Daten erfolgt,
- zur Prüfung der Voraussetzungen für die Eintragung eines Betriebsleiters,
- zur Feststellung der fachlichen und tatsächlichen Betriebsleitung,
- zur Sicherstellung der ordnungsgemäßen Ausübung des zulassungspflichtigen Handwerks sowie
- zur Überwachung der Einhaltung der gesetzlichen Anforderungen.
Rechtsgrundlage ist Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. c DSGVO in Verbindung mit § 10 Handwerksordnung (HWO).
b) Laufende Überwachung des Betriebsleiterverhältnisses
Im Rahmen des bestehenden Betriebsleiterverhältnisses verarbeiten wir personenbezogene Daten auch,
- zur Überprüfung des tatsächlichen Bestehens des Betriebsleiterverhältnisses,
- zur Verifikation bei Dritten (z. B. Krankenkassen, Behörden),
- zur Sicherstellung der persönlichen fachlichen Verantwortung im Betrieb.
Hierbei kann eine Datenübermittlung an zuständige Stellen erfolgen, soweit dies zur Überprüfung erforderlich ist.
Rechtsgrundlage ist Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. c DSGVO.
c) Löschung eines fachlichen Betriebsleiters
Sofern für Ihr Unternehmen ein fachlicher Betriebsleiter aus der Handwerksrolle gelöscht werden soll, ist ein entsprechender Antrag bei der Handwerkskammer einzureichen. Dabei werden insbesondere folgende personenbezogenen Daten verarbeitet:
- Mitgliedsnummer
- Firmenname bzw. Name des Inhabers
- Anschrift des Unternehmens
- Vor- und Nachname des fachlichen Betriebsleiters
- Geburtsdatum
- Wohnanschrift
- ausgeübtes Handwerk
- Angaben zur Beendigung der Tätigkeit (Datum der Aufgabe der Tätigkeit bzw. des Austritts)
- Ort, Datum
- Unterschrift(en)
Die Verarbeitung dieser Daten erfolgt zur Bearbeitung des Antrags auf Löschung sowie zur ordnungsgemäßen Führung der Handwerksrolle.
Rechtsgrundlage ist Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. c DSGVO in Verbindung mit § 10 Handwerksordnung (HWO).
d) Speicherdauer
Die Löschung bzw. Änderung der Eintragung erfolgt, sofern die gesetzlichen Voraussetzungen vorliegen. Die im Zusammenhang mit der Handwerksrolle verarbeiteten Daten werden nach Löschung entsprechend den gesetzlichen Vorgaben weiterhin gespeichert. Gelöschte Einträge werden gemäß § 13 HWO für einen Zeitraum von 30 Jahren in einem gesonderten Dateisystem aufbewahrt und anschließend gelöscht.
5. Ausübungsberechtigungen und Ausnahmebewilligungen
Zur Ausübung zulassungspflichtiger Handwerke ohne Meisterprüfung oder zur Ausübung wesentlicher Teiltätigkeiten können Anträge auf Erteilung einer Ausübungsberechtigung oder Ausnahmebewilligung gestellt werden.
a) Antrag auf Erteilung einer Ausübungsberechtigung Im Rahmen der Antragstellung auf Erteilung einer Ausübungsberechtigung gemäß §§ 7a, 7b Handwerksordnung (HwO) verarbeiten wir insbesondere folgende personenbezogenen Daten:
- Vor- und Nachname, Geburtsname
- Geburtsdatum, Staatsangehörigkeit
- Anschrift (Straße, PLZ, Ort)
- Kontaktdaten (Telefonnummer, Mobilnummer, E-Mail-Adresse)
- Angaben zum beantragten Handwerk bzw. zu Teiltätigkeiten
- Angaben zum Betrieb (Name und Anschrift)
- Status (z. B. Betriebsinhaber, fachlicher Betriebsleiter)
- beruflicher Werdegang (Tätigkeiten, Arbeitgeber, Zeiträume)
- Angaben zu beruflichen Qualifikationen und Abschlüssen
- Nachweise (z. B. Zeugnisse, Zertifikate, Arbeitsverträge, Arbeitszeugnisse)
- Angaben zur Bereitschaft zur Teilnahme an Fachkundeprüfungen oder Lehrgängen
- Angaben zu bisherigen Anträgen oder Genehmigungen
- Ort, Datum und Unterschrift Die Verarbeitung dieser Daten erfolgt,
- zur Prüfung der gesetzlichen Voraussetzungen für die Erteilung einer Ausübungsberechtigung,
- zur Bewertung der fachlichen, praktischen und ggf. betriebswirtschaftlichen Qualifikation,
- zur Durchführung des Verwaltungsverfahrens sowie
- zur Entscheidung über den Antrag.
Rechtsgrundlage ist Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. c DSGVO in Verbindung mit §§ 7a, 7b Handwerksordnung (HwO).
b) Ausnahmebewilligungen
Sofern eine Ausnahmebewilligung beantragt wird verarbeiten wir zusätzlich:
- Angaben zu persönlichen Ausnahmegründen
- detaillierte Begründungen zur Unzumutbarkeit der Meisterprüfung
- Nachweise über berufliche Erfahrung und Qualifikation
- Angaben zu Tätigkeiten im In- und Ausland
- ggf. Nachweise über gewerbliche Zuverlässigkeit
- ggf. Angaben zu EU-/EWR-Herkunftsstaaten sowie dort erworbenen Qualifikationen
Die Verarbeitung erfolgt,
- zur Prüfung der Voraussetzungen einer Ausnahmebewilligung,
- zur Durchführung des behördlichen Entscheidungsverfahrens sowie
- zur Eintragung in die Handwerksrolle bei positiver Entscheidung.
Rechtsgrundlage ist Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. c DSGVO in Verbindung mit §§ 8, 9 Handwerksordnung (HwO).
c) Sach- und Fachkundefeststellung
Soweit dies zur Prüfung der Voraussetzungen für die Erteilung einer Ausnahmebewilligung erforderlich ist, kann eine Sach- und Fachkundefeststellung durchgeführt werden. Hierbei werden insbesondere folgende personenbezogenen Daten verarbeitet:
- Vor- und Nachname
- Geburtsdatum
- Angaben zum beantragten Handwerk bzw. zu den zu überprüfenden Tätigkeiten oder Teilgewerken
- Datum der Sach- und Fachkundefeststellung
- Angaben zur Durchführung der theoretischen und fachpraktischen Feststellung sowie des Fachgesprächs
- Ergebnisse und Bewertungen der einzelnen Bestandteile der Sach- und Fachkundefeststellung
- ggf. Angaben zu Fragen und Feststellungen der Feststellungskommission
- Gesamtergebnis der Sach- und Fachkundefeststellung
- Umfang der festgestellten Sach- und Fachkunde, insbesondere eine etwaige Beschränkung auf einzelne Teilgewerke
- Angaben zu den fachkundigen Feststellenden bzw. Mitgliedern der Feststellungskommission
Die Verarbeitung erfolgt zur Durchführung und Dokumentation der Sach- und Fachkundefeststellung, zur Beurteilung der für die Ausübung des beantragten Handwerks erforderlichen Kenntnisse und Fertigkeiten sowie zur Entscheidung über den Antrag auf Erteilung einer Ausnahmebewilligung.
Rechtsgrundlage ist Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. c DSGVO in Verbindung mit § 8 Handwerksordnung (HwO). Nach Abschluss der Sach- und Fachkundefeststellung wird das Ergebnis dokumentiert. Soweit die erforderlichen Voraussetzungen festgestellt werden, kann hierüber eine entsprechende Bescheinigung bzw. Urkunde ausgestellt werden. Diese enthält insbesondere den Namen und das Geburtsdatum der betroffenen Person, das betreffende Handwerk bzw. die betreffenden Teilgewerke sowie das Ergebnis der Sach- und Fachkundefeststellung.
Soweit dies zur Durchführung der Sach- und Fachkundefeststellung erforderlich ist, werden die personenbezogenen Daten den mit der Feststellung betrauten fachkundigen Personen bzw. Mitgliedern der Feststellungskommission zur Verfügung gestellt.
d) Beteiligung Dritter und Fachgremien
Im Rahmen der Prüfung können personenbezogene Daten an fachlich zuständige Stellen übermittelt werden, soweit dies erforderlich ist. Dies betrifft insbesondere:
- Fachkundeausschüsse zur Überprüfung der Qualifikation
- Innungen oder Berufsvereinigungen (im Rahmen einer Anhörung)
- zuständige Behörden im In- und Ausland (z. B. zur Verifikation von Nachweisen)
Die Verarbeitung erfolgt auf Grundlage von Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. c DSGVO.
e) Speicherdauer
Die im Rahmen des Antragsverfahrens erhobenen personenbezogenen Daten werden für die Dauer des Verfahrens sowie darüber hinaus entsprechend den gesetzlichen Aufbewahrungsfristen gespeichert.
Sofern eine Eintragung in die Handwerksrolle erfolgt, erfolgt eine Speicherung bis zu 30 Jahre (§ 13 Abs. 5 HwO). Im Übrigen werden die Daten gelöscht, sobald sie für die Durchführung des Verfahrens nicht mehr erforderlich sind und keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten bestehen.
6. Löschung aus der Handwerksrolle
Sofern eine Löschung eines Unternehmens aus der Handwerksrolle bzw. aus dem Verzeichnis der Inhaber zulassungsfreier Handwerke oder handwerksähnlicher Gewerbe beantragt wird, verarbeiten wir folgende personenbezogenen Daten:
- Mitgliedsnummer
- Firmenname bzw. Name und Vorname des Inhabers
- Anschrift des Unternehmens
- ggf. abweichende Zustellanschrift
- Zeitpunkt der Betriebsaufgabe
- Angaben zum Verbleib von Auszubildenden
- Angaben zum Grund der Betriebsaufgabe (z. B. Alter, Krankheit, Betriebsübergabe, Insolvenz, Betriebsverlegung)
- Angaben zu weiteren Gesellschaftern oder gesetzlichen Vertretern
- Ort, Datum
- Unterschrift(en)
Die Verarbeitung dieser Daten erfolgt zur Bearbeitung des Antrags auf Löschung, zur Aktualisierung der Handwerksrolle bzw. der entsprechenden Verzeichnisse sowie zur ordnungsgemäßen Abwicklung der Betriebsbeendigung.
Die Verarbeitung erfolgt gem. Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. c DSGVO in Verbindung mit §§ 10, 13 HWO zur Erfüllung einer gesetzlichen Verpflichtung.
Die Eintragung wird gelöscht, sofern die gesetzlichen Voraussetzungen vorliegen. Die aus der Handwerksrolle gelöschten Daten werden gemäß § 13 HWO für einen Zeitraum von 30 Jahren in einem gesonderten Dateisystem gespeichert und anschließend gelöscht.
7. Vorübergehende Erbringung von Dienstleistungen
Staatsangehörige eines Mitgliedstaates der Europäischen Union, eines anderen Vertragsstaates des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum oder der Schweiz können unter bestimmten Voraussetzungen vorübergehend und gelegentlich Dienstleistungen im Inland erbringen, ohne eine gewerbliche Niederlassung zu unterhalten. Hierzu ist eine entsprechende Meldung bei der Handwerkskammer einzureichen.
Im Rahmen dieser Meldung verarbeiten wir folgende personenbezogenen Daten:
- Vor- und Nachname
- Geburtsdatum
- Staatsangehörigkeit
- Angaben zu Ausweisdokumenten (z. B. Personalausweis oder Reisepass)
- Anschrift und Kontaktdaten (Telefonnummer, E-Mail-Adresse)
- Angaben zum Herkunftsstaat
- Angaben zum Unternehmen (Firma, Anschrift, Registerdaten, vertretungsberechtigte Personen)
- Angaben zur beruflichen Tätigkeit im Herkunftsstaat
- Angaben zu den in Deutschland geplanten Dienstleistungen
- Nachweise zur rechtmäßigen Niederlassung im Herkunftsstaat
- Nachweise zur beruflichen Qualifikation und Berufserfahrung
- Ort, Datum
- Unterschrift
Die Verarbeitung dieser Daten erfolgt,
- zur Prüfung der Voraussetzungen für die vorübergehende Dienstleistungserbringung,
- zur Durchführung des Anzeigeverfahrens,
- zur Überwachung der Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben sowie
- zur Kommunikation im Rahmen des Verfahrens.
Die Verarbeitung erfolgt gem. Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. c DSGVO in Verbindung mit § 8 EU/EWR-Handwerksverordnung.
Die personenbezogenen Daten werden für die Dauer des Verfahrens sowie darüber hinaus entsprechend den gesetzlichen Aufbewahrungsfristen gespeichert, und nach fünf Jahren gelöscht. Sofern keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten bestehen, werden die Daten gelöscht, sobald sie für die Durchführung des Verfahrens nicht mehr erforderlich sind.
8. Ermittlung der Kammerzugehörigkeit
Sofern Zweifel über die Zugehörigkeit eines Unternehmens zur Handwerkskammer oder Industrie- und Handelskammer bestehen oder eine gemischte Tätigkeit vorliegt, erfolgt eine Prüfung der Kammerzugehörigkeit. Hierzu ist ein entsprechender Fragebogen einzureichen.
Im Rahmen dieses Verfahrens verarbeiten wir folgende personenbezogenen Daten:
- Mitgliedsnummer
- Firmenname bzw. Name des Unternehmens
- Anschrift der Hauptniederlassung sowie ggf. weiterer Betriebsstätten
- Kontaktdaten (Telefonnummer, Faxnummer)
- Angaben zur Art der gewerblichen Tätigkeit sowie deren prozentuale Anteile
- Angaben zu bisherigen Kammermitgliedschaften
- Angaben zu steuerlichen Verhältnissen (z. B. getrennte Abrechnung, Steuernummern)
- Angaben zu Umsatz, Umsatzanteilen und wirtschaftlicher Tätigkeit
- Angaben zu Maschinen, Betriebsmitteln und Investitionen
- Angaben zu Arbeitsstunden im handwerklichen Tätigkeitsbereich
- Angaben zur Anzahl und Qualifikation der Beschäftigten
- Datum
- Unterschrift
Die Verarbeitung dieser Daten erfolgt,
- zur Prüfung der Zugehörigkeit zur Handwerkskammer oder Industrie- und Handelskammer,
- zur Abgrenzung zwischen handwerklicher, industrieller und gewerblicher Tätigkeit,
- zur Entscheidung über eine volle oder anteilige Kammerzugehörigkeit sowie
- zur Durchführung des Verwaltungsverfahrens.
Die Verarbeitung erfolgt gem. Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. c DSGVO in Verbindung mit §§ 90 ff. HWO zur Erfüllung einer gesetzlichen Verpflichtung.
Im Rahmen der Prüfung kann es erforderlich sein, personenbezogene Daten mit der zuständigen Industrie- und Handelskammer auszutauschen oder weitere Stellen einzubeziehen, sofern dies zur Klärung der Kammerzugehörigkeit erforderlich ist.
Die personenbezogenen Daten werden für die Dauer des Verfahrens sowie darüber hinaus entsprechend den gesetzlichen Aufbewahrungsfristen gespeichert. Besteht Kammerzugehörigkeit, beträgt die Aufbewahrungsfrist 30 Jahre, ansonsten 5 Jahre. Sofern keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten bestehen, werden die Daten gelöscht, sobald sie für die Durchführung des Verfahrens nicht mehr erforderlich sind.
9. Herausgabe von Adressdaten aus der Handwerksrolle
Mitgliedsbetriebe können bei der Handwerkskammer Halle (Saale) Adressdaten anderer Mitgliedsbetriebe für einen konkret anzugebenden Verwendungszweck anfordern.
Im Rahmen der Beantragung und Bearbeitung einer solchen Adressanforderung verarbeiten wir insbesondere folgende personenbezogenen Daten:
- Mitglieds- bzw. Betriebsnummer
- Vor- und Nachname sowie Funktion des Antragstellers
- Firmenbezeichnung und Anschrift
- gegebenenfalls abweichende Rechnungsanschrift
- Telefonnummer, Telefaxnummer und E-Mail-Adresse
- Angaben zu den gewünschten Auswahl- und Recherchekriterien
- Angaben zum Verwendungszweck
- Ort, Datum und Unterschrift
Die Verarbeitung erfolgt zur Prüfung und Bearbeitung der Adressanforderung, zur Zusammenstellung und Übermittlung des angeforderten Datensatzes sowie zur Abrechnung der erbrachten Leistung.
Rechtsgrundlage ist Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. b DSGVO, soweit die Verarbeitung zur Bearbeitung des vom Mitgliedsbetrieb erteilten Auftrags erforderlich ist.
Die herausgegebenen Datensätze können insbesondere folgende personenbezogenen Daten von Inhabern oder Ansprechpartnern der Mitgliedsbetriebe enthalten:
- Anrede, Name und gegebenenfalls Titel
- Firma und Betriebsanschrift
- gegebenenfalls Postanschrift
- Gewerk bzw. Teilgewerk
- Angaben zu einer etwaigen Beschränkung der Tätigkeit
- Landkreis
Personenbezogene Daten von Mitgliedsbetrieben werden im Rahmen dieses Verfahrens nur übermittelt, soweit die Voraussetzungen für die Datenweitergabe vorliegen. Soweit die Weitergabe auf einer Einwilligung beruht, erfolgt sie auf Grundlage von Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. a DSGVO. Eine erteilte Einwilligung kann jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen werden.
Die im Zusammenhang mit der Bearbeitung der Adressanforderung erhobenen Daten werden grundsätzlich für drei Kalenderjahre nach vollständiger Abwicklung des Vorgangs gespeichert. Soweit Rechnungs-, Buchungs- oder Zahlungsunterlagen gesetzlichen Aufbewahrungspflichten unterliegen, werden diese entsprechend der jeweils einschlägigen gesetzlichen Frist länger gespeichert.
III. Auszubildende und Lehrgangsteilnehmer
1. Lehrlingsrolle
Zur Regelung, Überwachung, Förderung und zum Nachweis der Berufsausbildung in anerkannten Ausbildungsberufen sind wir verpflichtet ein Verzeichnis der in unserem Bezirk bestehenden Berufsausbildungsverhältnisse einzurichten und zu führen. Dabei werden insbesondere folgende personenbezogenen Daten verarbeitet:
- Vor- und Nachname, Geburtsname
- Geburtsdatum
- Anschrift
- Kontaktdaten
- Staatsangehörigkeit
- Schulabschluss
- Vorausgegangene Teilnahme an berufsborbereitender Qualifizierung oder beruflicher Grundbildung
- Vorherige Berufsausbildung sowie vorheriges Studium
- Ausbildungsberuf
- Angaben zum Ausbildungsverhältnis (Vertragsschluss, Beginn und Ende, Datum der vorzeitigen Auflösung, Probezeit, Vergütung, Förderung)
Wir verarbeiten diese Daten aufgrund einer gesetzlichen Verpflichtung gem. Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. c DSGVO in Verbindung mit § 28 HWO.
Ihre Daten werden ein Jahr nach Beendigung des Ausbildungsverhältnisses aus der Lehrlingsrolle gelöscht und in ein gesondertes Dateisystem überführt. In diesem werden Ihre Daten für 60 Jahre aufbewahrt und anschließend gelöscht, § 28 Abs. 5 und 6 HWO.
2. Lehrgänge und Kurse
Wenn Sie an einem der von uns angebotenen Lehrgänge bzw. Kurse teilnehmen, verarbeiten wir zur Durchführung dieser insbesondere folgende personenbezogenen Daten:
- Vor- und Nachname
- Geburtsdatum und -ort
- Anschrift
- Telefonnummer
- Faxnummer
- E-Mail-Adresse
- Lehrgangsbezeichnung
- Gewerk
- Zeitraum
- Lehrgangsstunden
- An- und Abwesenheit
- Lehrgangskosten
- Ausbildungsförderung
- Unterschrift
Wir verarbeiten diese Daten zum Zwecke der Vertragsdurchführung gem. Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. b DSGVO.
Sofern wir aufgrund steuerrechtlicher Vorgaben zur Aufbewahrung vorgenannter Daten verpflichtet sind, löschen wir Ihre Daten spätestens nach 10 Jahren. Andernfalls löschen wir die Daten nach 3 Jahren.
3. Information über Weiterbildungen und Veranstaltungen
Sofern Sie hierin gesondert einwilligen, verarbeiten wir personenbezogene Daten, um Sie über Weiterbildungsangebote, Fortbildungsangebote und Veranstaltungen des Berufsbildungszentrums der Handwerkskammer Halle (Saale) zu informieren.
Dabei werden insbesondere folgende personenbezogene Daten verarbeitet:
- Name
- Anschrift
- Geburtsdatum
- E-Mail-Adresse
- Ausbildungsberuf
Die Verarbeitung erfolgt ausschließlich zu dem Zweck, Ihnen Informationen über aktuelle Weiterbildungs-, Fortbildungs- und Veranstaltungsangebote des Berufsbildungszentrums zukommen zu lassen.
Rechtsgrundlage der Verarbeitung ist Ihre Einwilligung gemäß Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. a DSGVO.
Im Falle des Widerrufs werden die auf Grundlage der Einwilligung verarbeiteten Daten gelöscht.
4. Gästehaus
Sofern Sie unser Gästehaus nutzen möchten, verarbeiten wir insbesondere folgende personenbezogenen Daten:
- Firma/Verein
- Vor- und Nachname
- Anschrift
- Geburtsdatum
- Lehrgang/Kurs
- Zimmer-Nummer
- Anreise- und Abreisedatum, Anzahl der Übernachten Einzelzimmer und Doppelzimmer
- Preis
- Rechnungsdatum
- Quittungsnummer
- Mängel des Zimmers
- Verstöße gegen die Hausordnung
- Unterschrift
Wir verarbeiten diese Daten zum Zwecke der Vertragsdurchführung gem. Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. b DSGVO. Sofern Sie die Ihnen zur Nutzung überlassenen Räume und Mobiliar beschädigen, verarbeiten wir diese Daten zudem gem. Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. f DSGVO (berechtigtes Interesse) zum Zwecke der Geltendmachung von Schadensersatzansprüchen. Das berechtigte Interesse folgt aus dem angegebenen Zweck. Sollten Sie zudem gegen die Hausordnung verstoßen, behalten wir uns zudem das Recht vor, Sie zu verwarnen und ggf. gegen Sie ein Hausverbot auszusprechen. In diesem Fall erfolgt die Verarbeitung Ihrer Daten auf Grundlage unseres berechtigten Interesses gem. Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. f DSGVO. Dieses liegt in der Wahrung unserer Hausordnung sowie dem Schutz unseres Eigentums und der Bewahrung der anderen Gäste vor Beeinträchtigungen.
Sofern wir aufgrund steuerrechtlicher Vorgaben zur Aufbewahrung vorgenannter Daten verpflichtet sind, löschen wir Ihre Daten spätestens nach 10 Jahren. Andernfalls löschen wir die Daten nach 3 Jahren.
5. Prüfungen
Am Ende der Ausbildung bzw. des Lehrganges ist von Ihnen eine Prüfung abzulegen. Dabei werden insbesondere folgende personenbezogenen Daten verarbeitet:
- Vor- und Nachname
- Geburtsdatum und -ort
- Anschrift
- Ausbildungszeit
- Art der Prüfung
- Nachteilsausgleich
- Anerkennung von vorausgegangenen Prüfungen
- Ausbildungsbetrieb
- Ausbildungsnachweise, Berufsschulzeugnis, Zeugnis der Zwischenprüfung/Teil I der Gesellen-/Abschlussprüfung, weitere Ausbildungs- und Tätigkeitsnachweise
- Noten
- Unterschrift
Die Verarbeitung dieser Daten erfolgt zur Erfüllung einer gesetzlichen Verpflichtung gem. Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. c DSGVO in Verbindung mit denen für die Prüfung geltenden gesetzlichen Regelungen, insbesondere § 31 ff. HWO, § 37 ff. BBiG und der für die jeweilige Art der Prüfung geltenden Prüfungsordnung.
Gesellen- und Abschlussprüfungen werden nach einem Jahr gelöscht. Im Übrigen erfolgt die Löschung nach 10 Jahren.
6. Verlängerung und Verkürzung der Ausbildungszeit
Sofern eine Verlängerung oder Verkürzung der Ausbildungszeit beantragt wird, verarbeiten wir personenbezogene Daten im Rahmen des entsprechenden Antragsverfahrens.
Dabei werden insbesondere folgende personenbezogenen Daten verarbeitet:
- Name und Anschrift des Ausbildungsbetriebes
- Vor- und Nachname des Auszubildenden
- Geburtsdatum
- Geschlecht
- Anschrift und Kontaktdaten
- Ausbildungsberuf
- Angaben zur bisherigen Ausbildungszeit
- Angaben zur beantragten Verkürzung oder Verlängerung (Zeitraum und Dauer)
- Begründung des Antrags
- Nachweise (z. B. Zeugnisse, Bescheinigungen, Atteste, betriebliche Beurteilungen)
- Ausbildungsvertragsnummer
- Ort, Datum
- Unterschriften der beteiligten Personen (Auszubildender, gesetzlicher Vertreter, Ausbildender)
sowie im Rahmen der Entscheidung zusätzlich:
- Entscheidung der Handwerkskammer
- Begründung der Entscheidung
- neues Ausbildungsende
Die Verarbeitung dieser Daten erfolgt,
- zur Prüfung der Voraussetzungen für eine Verkürzung oder Verlängerung der Ausbildungszeit,
- zur Durchführung des Verwaltungsverfahrens,
- zur Entscheidung über den Antrag sowie
- zur Dokumentation des Ausbildungsverhältnisses.
Die Verarbeitung erfolgt gem. Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. c DSGVO in Verbindung mit § 27b HWO sowie den einschlägigen berufsbildungsrechtlichen Vorschriften.
Die im Zusammenhang mit der Verlängerung oder Verkürzung der Ausbildungszeit verarbeiteten personenbezogenen Daten werden für die Dauer des Ausbildungsverhältnisses gespeichert. Ein Jahr nach Beendigung des Ausbildungsverhältnisses werden die Daten aus der Lehrlingsrolle gelöscht und gemäß § 28 Abs. 5 und 6 HwO in ein gesondertes Dateisystem überführt. Dort werden sie für 60 Jahre aufbewahrt und anschließend gelöscht.
7. Beendigung des Ausbildungsverhältnisses und Austragung aus der Lehrlingsrolle
Sofern ein Ausbildungsverhältnis beendet wird, verarbeiten wir personenbezogene Daten zur Prüfung, Erfassung und Dokumentation der Beendigung sowie zur Aktualisierung der Lehrlingsrolle.
- Dabei werden insbesondere folgende personenbezogene Daten verarbeitet:
- Vor- und Nachname des Auszubildenden
- Geburtsdatum
- Anschrift und Kontaktdaten
- Ausbildungsberuf
- Ausbildungsbetrieb
- Ausbildungsvertragsnummer
- Beginn und Ende des Ausbildungsverhältnisses
- Art und Zeitpunkt der Beendigung, z. B. Ablauf der Ausbildungszeit, Bestehen der Abschlussprüfung, Kündigung oder Aufhebungsvertrag
- ggf. eingereichte Nachweise oder Mitteilungen zur Beendigung des Ausbildungsverhältnisses
- ggf. Angaben zu gesetzlichen Vertretern bei minderjährigen Auszubildenden
- Ort, Datum und Unterschriften
Die Verarbeitung erfolgt zur ordnungsgemäßen Führung und Aktualisierung der Lehrlingsrolle, zur Dokumentation der Beendigung des Berufsausbildungsverhältnisses sowie zur Erfüllung der gesetzlichen Aufgaben der Handwerkskammer im Bereich der Berufsbildung.
Rechtsgrundlage ist Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. c DSGVO in Verbindung mit § 28 Abs. 1 HWO sowie § 28 Abs. 5 und 6 HWO.
Soweit dies zur Bearbeitung der Beendigung des Ausbildungsverhältnisses erforderlich ist, können personenbezogene Daten zwischen der Handwerkskammer Halle (Saale), dem Auszubildenden, dem Ausbildungsbetrieb und ggf. gesetzlichen Vertretern ausgetauscht werden. Eine darüberhinausgehende Weitergabe erfolgt nur, soweit hierzu eine gesetzliche Verpflichtung besteht oder dies zur Erfüllung der gesetzlichen Aufgaben der Handwerkskammer erforderlich ist.
Die Daten werden ein Jahr nach Beendigung des Ausbildungsverhältnisses aus der Lehrlingsrolle gelöscht und in ein gesondertes Dateisystem überführt. In diesem werden die Daten für 60 Jahre aufbewahrt und anschließend gelöscht.
8. Änderung von Berufsausbildungsverträgen
Sofern während eines bestehenden Berufsausbildungsverhältnisses Änderungen des Berufsausbildungsvertrages mitgeteilt werden, verarbeiten wir personenbezogene Daten zur Prüfung, Erfassung und Dokumentation dieser Änderungen sowie zur Aktualisierung der Lehrlingsrolle.
Dabei werden insbesondere folgende personenbezogene Daten verarbeitet:
- Ausbildungsvertragsnummer
- Betriebsnummer
- Name bzw. Firma und Anschrift des Ausbildungsbetriebs
- Kontaktdaten des Ausbildungsbetriebs, insbesondere Telefon, Fax und E-Mail-Adresse
- Vor- und Nachname des Auszubildenden
- Anschrift des Auszubildenden
- Geburtsdatum und Geburtsort
- Geschlecht
- Angaben zur geänderten Ausbildungsstätte
- Angaben zu einer geänderten Anschrift des Auszubildenden
- Angaben zu einem neuen Ausbilder, insbesondere Name, Vorname, Geburtsdatum und Qualifikation
- Angaben zu einem geänderten Ausbildungsberuf, einschließlich Berufsbezeichnung, Fachrichtung, Schwerpunkt oder Wahlqualifikation
- Angaben zur Art des Ausbildungsnachweises, insbesondere schriftliche oder elektronische Führung
- Angaben zu einer geänderten Berufsschule
- Angaben zur Teilzeitberufsausbildung, insbesondere Zeitraum, tägliche und wöchentliche Ausbildungszeit, prozentuale Reduzierung der Ausbildungszeit, Verteilung der betrieblichen Ausbildungszeit auf Wochentage und Ausbildungsjahre, Berufsschulunterricht, überbetriebliche Unterweisungen, Urlaubsanspruch, Ausbildungsvergütung und reguläres Ausbildungsende
- sonstige Angaben zur Vertragsänderung
- Ort, Datum und Unterschriften des Ausbildungsbetriebs, des Auszubildenden und ggf. gesetzlicher Vertreter
Die Verarbeitung erfolgt zur Prüfung und Erfassung von Änderungen des Berufsausbildungsvertrages, zur Aktualisierung der Lehrlingsrolle, zur Überwachung der ordnungsgemäßen Durchführung der Berufsausbildung sowie zur Dokumentation der geänderten Ausbildungsbedingungen.
Rechtsgrundlage ist Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. c DSGVO in Verbindung mit § 28 Abs. 1 HwO. Danach führt die Handwerkskammer zur Regelung, Überwachung, Förderung und zum Nachweis der Berufsausbildung die Lehrlingsrolle. Soweit Änderungen die Teilzeitberufsausbildung betreffen, erfolgt die Verarbeitung zusätzlich zur Prüfung und Dokumentation der Teilzeitberufsausbildung nach § 7a BBiG.
Die Daten werden für die Dauer des Ausbildungsverhältnisses sowie darüber hinaus entsprechend den gesetzlichen Aufbewahrungsfristen gespeichert. Soweit die Angaben Bestandteil der Lehrlingsrolle oder der Ausbildungsakte sind, werden sie ein Jahr nach Beendigung des Ausbildungsverhältnisses aus der Lehrlingsrolle gelöscht und anschließend gemäß § 28 Abs. 5 und 6 HwO in einem gesonderten Dateisystem aufbewahrt.
IV. Meister
1. Meisterausbildung
Sofern Sie im Rahmen der Meisterausbildung an Lehrgängen und Kursen teilnehmen, gelten die Ausführungen unter Ziff. III, Nr. 2 analog.
2. Zulassung zur Meisterprüfung
Für die Feststellung des Vorliegens der Voraussetzung zur Zulassung der Meisterprüfung verarbeiten wir folgende personenbezogenen Daten:
- Vor- und Nachname
- Geburtsdatum, -ort und -name
- Geschlecht
- Anschrift
- Staatsangehörigkeit
- Telefonnummer
- E-Mail-Adresse
- Vorliegen einer Behinderung gem. § 2 SGB IX
- Handwerk
- Unterlagen (Personalausweis, Zeugnisse, Facharbeiterbrief, Meisterbrief, Arbeitsbescheinigung, Zulassungsbescheid, Prüfungsbescheide, Freigabegenehmigung)
- Befreiungen von Prüfungsteilen
- Bereits bestandene Prüfungsteile
- Unternehmensname
Die Verarbeitung dieser Daten erfolgt zur Erfüllung einer gesetzlichen Verpflichtung gem. Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. c DSGVO in Verbindung mit denen für die Prüfung geltenden gesetzlichen Regelungen, insbesondere § 11 MPVerfV und der für die jeweilige Art der Prüfung geltenden Prüfungsordnung.
Der Antrag auf Zulassung und die Zulassungsentscheidung, die schriftlichen Prüfungsarbeiten sowie die die Befreiungen begründenden Unterlagen sind ein Jahr und die Niederschriften nach § 24 Absatz 1 fünfzehn Jahre nach Abschluss der Meisterprüfung aufzubewahren.
V. Dozenten
Wir verarbeiten im Rahmen von Verträgen mit Dozenten personenbezogene Daten. Dies sind:
- Vertragsnummer
- Vorname, Name
- Adresse
- E-Mail-Adresse
- Abteilungszugehörigkeit
- Tätigkeit
- Angaben zum Lehrgang (Lehrgangsbezeichnung, Fächer, Inhalt des Lehrganges, Lehrgangsort, Lehrgangszeitpunkt, Anzahl der Stunden)
- Honorar
- Bankverbindung
- Steuerklasse und ggf. Steuerbefreiung
- Zeiten der Verhinderung (z.B. bei Urlaub und Erkrankung)
- Unterschrift
- Inhaltsdaten aus Korrespondenz
- Leistungsbewertungen
- Ggf. Rechnungsnummer
- Ggf. Rentenstatus, Hinzuverdienstgrenze lt. Rentenbescheid und Rentenart
- Ggf. andere Tätigkeiten bei anderen Arbeitgebern
Die Verarbeitung dieser Daten erfolgt gem. Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. b DSGVO zur Durchführung und Abwicklung des Dozentenvertrages.
Die für den Vertragsschluss und die Vertragsabwicklung von uns erhobenen personenbezogenen Daten werden bis zum Ablauf von gesetzlichen Verjährungsfristen (grundsätzlich: 3 Jahre, beginnend mit dem Schluss des Jahres, in dem ein Anspruch entstanden ist) gespeichert und danach gelöscht, es sei denn, dass wir nach Artikel 6 Abs. 1 S. 1 lit. c DSGVO aufgrund von steuer- und handelsrechtlichen Aufbewahrungs- und Dokumentationspflichten (aus HGB, StGB oder AO) zu einer längeren Speicherung verpflichtet sind. In diesem Fall beträgt die Aufbewahrungsfrist 10 Jahre. Gleichfalls erfolgt die Aufbewahrung Ihrer Daten über einen längeren Zeitraum als drei Jahre hinaus dann, wenn Sie nach Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. a DSGVO eingewilligt haben.
VI. Hospitanten
Sofern Personen im Rahmen einer Hospitation Einblicke in Lehrgänge, Veranstaltungen, Arbeitsabläufe oder sonstige Tätigkeiten der Handwerkskammer Halle (Saale) erhalten, verarbeiten wir personenbezogene Daten zur Vorbereitung, Durchführung und Dokumentation der Hospitation.
- Dabei werden insbesondere folgende personenbezogene Daten verarbeitet:
- Vor- und Nachname
- Anschrift und Kontaktdaten, insbesondere Telefonnummer und E-Mail-Adresse
- Geburtsdatum, soweit dies zur eindeutigen Identifikation oder organisatorischen Durchführung erforderlich ist
- Angaben zur Schule, Hochschule, Einrichtung, zum Arbeitgeber oder zu einer sonstigen entsendenden Stelle
- Zeitraum, Ort und Inhalt der Hospitation
- betreuende Fachabteilung bzw. Ansprechpartner
- Angaben zu Vorkenntnissen, Interessen oder Hospitationszielen
- ggf. Nachweise, Bescheinigungen oder Vereinbarungen zur Hospitation
- ggf. Angaben zu Anwesenheitszeiten
- Inhaltsdaten aus Korrespondenz
- Ort, Datum und Unterschrift
Die Verarbeitung erfolgt zur Anbahnung, Organisation und Durchführung der Hospitation, zur Kommunikation mit den Hospitanten sowie ggf. mit der entsendenden Stelle, zur Dokumentation der Teilnahme und zur Wahrung eines ordnungsgemäßen Betriebsablaufs.
Rechtsgrundlage ist Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. b DSGVO, soweit die Verarbeitung zur Anbahnung oder Durchführung eines Hospitationsverhältnisses erforderlich ist. Soweit die Verarbeitung zur Wahrung des Hausrechts, zur Organisation des Betriebsablaufs, zur Dokumentation der Anwesenheit oder zur Abwehr bzw. Geltendmachung von Ansprüchen erforderlich ist, erfolgt sie auf Grundlage von Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. f DSGVO. Das berechtigte Interesse liegt in der ordnungsgemäßen Durchführung der Hospitation, der Sicherstellung eines geordneten Betriebsablaufs sowie dem Schutz der Einrichtungen, Beschäftigten, Lehrgangsteilnehmer und sonstigen anwesenden Personen.
Sofern die Hospitation durch eine Schule, Hochschule, Behörde, einen Arbeitgeber oder eine sonstige Einrichtung veranlasst oder begleitet wird, können personenbezogene Daten an diese Stelle übermittelt werden, soweit dies zur Abstimmung, Durchführung oder Bestätigung der Hospitation erforderlich ist.
Personenbezogene Daten im Zusammenhang mit Hospitationen werden für die Dauer der Vorbereitung und Durchführung der Hospitation gespeichert. Nach Abschluss der Hospitation werden die Daten anschließend für zehn Jahre aufbewahrt und hiernach gelöscht.
VII. Sachverständige
1. Öffentliche Bestellung und Vereidigung von Sachverständigen
Für die Bestellung und Vereidigung von Sachverständigen, werden folgende personenbezogenen Daten verarbeitet:
- Vor- und Nachname
- Geburtsdatum
- Geburtsname
- Geschlecht
- Anschrift
- Telefonnummer (Festnetz und Mobil)
- E-Mail-Adresse
- Internetpräsenz
- Telefaxnummer
- Handwerk
- Handwerksähnliches Gewerbe
- Stelle, die die besondere Sachkunde überprüft hat
- Art, Ort und Zeitpunkt der Sachkundeprüfung
- Betriebsname
- Stellung innerhalb des Betriebes
- Inhaber/Geschäftsführer des Betriebes
- Eintragung im Handelsregister, inkl. HR-Nummer und Name des Amtsgerichtes
- Eintragung in der Handwerksrolle, inkl. Handwerksrollen-Nr. und Betriebsdaten
- Eröffnung des Betriebes bzw. Aufnahme der Tätigkeit
- Zahl und Qualifikation der Mitarbeiter des Betriebs
- Antworten zur wirtschaftlichen Unabhängigkeit (finanzielle/wirtschaftliche Schwierigkeiten, Abgabe eidesstattliche Versicherung, Insolvenzverfahren)
- Schulische Bildung
- Art und Datum der Prüfung
- Fachrichtung/Fachgebiet
- Hochschule
- Praktische Tätigkeit in dem Handwerk
- Spezialisierung
- Fortbildung zum Sachverständigen
- Selbsteinschätzung
- Angaben zur Innung
- Vorangegangene Bewerbung als bzw. Bestellung zum Sachverständigen
- Lichtbild
- Zeitpunkt und Dauer der Bestellung
- Unterschrift
- detaillierte Angaben zu den persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnissen, insbesondere zu finanziellen Schwierigkeiten, Insolvenzverfahren, Gläubigern, Verbindlichkeiten, Restschuldbefreiung, monatlichen Belastungen und verfügbaren finanziellen Mitteln
- Angaben zu weiteren haupt- oder nebenberuflichen Tätigkeiten
- Angaben zur persönlichen, beruflichen und wirtschaftlichen Unabhängigkeit
- Angaben zu früheren Bewerbungen oder Bestellungen als Sachverständiger
- Angaben zu Spezialisierungen, Fortbildungen, Seminaren und bisherigen Gutachtertätigkeiten
- polizeiliches Führungszeugnis
- Auszug aus dem Gewerbezentralregister
- Auskunft in Steuersachen
- Unbedenklichkeitsbescheinigungen
- Referenzen und Stellungnahmen
- Freistellungserklärungen des Arbeitgebers
- Arbeitsproben bzw. bereits erstellte Gutachten
- sonstige Qualifikations-, Prüfungs- und Fortbildungsnachweise
Die Handwerkskammer ist gem. Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. c DSGVO i.V.m. § 91 Abs. 1 Nr. 8 und Abs. 4 HWO zur Bestellung und Vereidigung von Sachverständigen verpflichtet. Hierzu gehören insbesondere die Durchführung des Bestellungsverfahren samt Überprüfung der fachlichen Eignung sowie Erstellung des Sachverständigenausweises.
2. Sachverständigenregister
Sachverständige, die von der Handwerkskammer Halle (Saale) bestellt und vereidigt worden sind, werden in ein Sachverständigenregister aufgenommen, das auch online unter https://hwkhalle.de/sachverstaendiger/ einsehbar ist.
Dabei werden folgende personenbezogenen Daten verarbeitet:
- Vor- und Nachname
- Anschrift
- Telefonnummer (Festnetz und Mobil)
- E-Mail-Adresse
- Handwerk
Die Eintragung und Veröffentlichung Ihrer Daten in das Sachverständigenregister erfolgt gem. Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. c DSGVO i.V.m. § 8 Sachverständigenordnung der Handwerkskammer Halle (Saale).
Die Löschung Ihrer Daten im Sachverständigenregister erfolgt unverzüglich nach Erlöschen Ihrer Bestellung.
VIII. Prüfer und Mitglieder von Prüfungsausschüssen
Im Rahmen der Durchführung von Gesellen-, Abschluss-, Fortbildungs- und Meisterprüfungen bedienen wir uns Prüfern sowie Mitgliedern von Prüfungsausschüssen. In diesem Zusammenhang verarbeiten wir personenbezogene Daten.
1. Bestellung und Tätigkeit als Prüfer
Zur Bestellung, Heranziehung und Verwaltung von Prüfern sowie Mitgliedern von Prüfungsausschüssen verarbeiten wir insbesondere folgende personenbezogenen Daten:
- Vor- und Nachname
- Geburtsdatum und Geburtsort
- Anschrift (privat und geschäftlich)
- Kontaktdaten (Telefonnummer, Mobilnummer, E-Mail-Adresse)
- Berufsabschluss und Qualifikationen
- Tätigkeit und Arbeitgeber / Firmenanschrift
- Handwerk / Fachrichtung
- Datum der Meisterprüfung bzw. sonstige Qualifikationsnachweise
- Akademische Titel
- Ausbildungsbefugnis
Die Verarbeitung dieser Daten erfolgt,
- zur Prüfung der fachlichen und persönlichen Eignung,
- zur Bestellung und Berufung in Prüfungsausschüsse,
- zur Organisation und Durchführung von Prüfungen sowie
- zur Kommunikation im Rahmen der Prüfertätigkeit.
Rechtsgrundlage der Verarbeitung ist Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. c DSGVO in Verbindung mit:
- §§ 33, 34, 35 Handwerksordnung (HWO) (Errichtung und Besetzung von Prüfungsausschüssen),
- §§ 40, 41 Berufsbildungsgesetz (BBiG) (Prüfungsausschüsse),
- §§ 47 ff. HWO (Meisterprüfungsausschüsse),
- §§ 37 ff. BBiG (Durchführung von Abschlussprüfungen).
2. Erarbeitung und Korrektur von Prüfungsaufgaben
Sofern Sie als Prüfer mit der Erstellung oder Korrektur von Prüfungsaufgaben betraut sind, verarbeiten wir folgende personenbezogene Daten:
- Vor- und Nachname
- Anschrift
- Vertrags-, Erarbeitungs- oder Korrekturnummer
- Angaben zur Tätigkeit (Art der Prüfung, Prüfungsfach, Zeitumfang, Anzahl der Prüfungsteilnehmer)
- Abrechnungs- und Entschädigungsdaten
- Unterschrift
Die Verarbeitung erfolgt zur Durchführung und Abwicklung der übertragenen Aufgaben sowie zur Qualitätssicherung des Prüfungswesens.
Rechtsgrundlage ist Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. b DSGVO (Durchführung eines schuldrechtlichen Verhältnisses) sowie Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. c DSGVO in Verbindung mit:
- §§ 37 ff. BBiG (Abschlussprüfungen),
- §§ 31 ff. HWO (Gesellenprüfungen),
- §§ 45, 51a BBiG (Fortbildungsprüfungen),
- §§ 45, 51 HWO i.V.m. Meisterprüfungsverfahrensverordnung (MPVerfVO) (Meisterprüfungen).
3. Entschädigungen und Reisekosten
Zur Abrechnung von Aufwandsentschädigungen und Reisekosten verarbeiten wir insbesondere:
- Vor- und Nachname
- Anschrift
- Bankverbindung
- Angaben zu Einsatztagen, Einsatzzeiten und Tätigkeiten
- Angaben zu Fahrtkosten und sonstigen Aufwendungen
- Abrechnungsdaten
- Unterschrift
Die Verarbeitung erfolgt zur Durchführung der Entschädigungsabrechnung.
Rechtsgrundlage ist Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. b DSGVO sowie Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. c DSGVO in Verbindung mit
- §§ 40 Abs. 6 BBiG, 34 Abs. 9 HWO (ehrenamtliche Tätigkeit in Prüfungsausschüssen),
- Entschädigungsordnungen der Handwerkskammer Halle (Saale).
4. Speicherdauer
Die im Rahmen der Prüfertätigkeit erhobenen personenbezogenen Daten werden für die Dauer der Tätigkeit sowie entsprechend den gesetzlichen Aufbewahrungsfristen gespeichert.
Diese betragen regelmäßig:
- 10 Jahre für steuerrechtliche relevante Unterlagen
- 15 Jahre bei Meister- und Fortbildungsprüfungen (vgl. § 25 MPVerfVO),
- 30 Jahre bei Gesellen-, Abschluss- und Umschulungsprüfungen (vgl. § 31 Prüfungsordnung für die Durchführung von Gesellen- und Umschulungsprüfungen der Handwerkskammer Halle (Saale)).
Nach Ablauf der jeweiligen Fristen werden die Daten gelöscht.
IX. Sonstiges
1. Arbeitsförderung (AZAV-Maßnahmen)
Im Rahmen von Maßnahmen zur Arbeitsförderung nach dem Dritten Buch Sozialgesetzbuch (SGB III) ist die Absolvierung eines Praktikums Bestandteil der Maßnahme. Die während des Praktikums erbrachten Leistungen werden durch den Praktikanten und den Praktikumsbetrieb wechselseitig beurteilt und uns als Maßnahmenträger zur Verfügung gestellt.
Hierbei werden folgende personenbezogene Daten verarbeitet:
- Vor- und Nachname
- Maßnahme-Nr.
- Maßnahme
- Praktikumsbetrieb
- Branche
- Zeitraum des Praktikums
- Kontaktinformationen (Telefonnummer, Faxnummer, E-Mail-Adresse)
- Beurteilung (Sozialverhalten, Fähigkeiten, Leistungen, organisatorische Aspekte)
- Inhaltsangaben (Freitextfelder, Verbesserungsvorschläge)
- Datum
- Unterschrift
Die Verarbeitung dieser Daten erfolgt zum Zwecke der Durchführung der Maßnahme sowie der damit verbundenen vertraglichen Pflichten gemäß Art. 6 Abs. 1 Satz 1 lit. b DSGVO.
Darüber hinaus erfolgt die Verarbeitung zur Erfüllung unserer rechtlichen Verpflichtungen als Maßnahmenträger, insbesondere zur Dokumentation, Qualitätssicherung und Nachweisführung im Rahmen von Maßnahmen der Arbeitsförderung auf Grundlage von Art. 6 Abs. 1 Satz 1 lit. c DSGVO i.V.m. § 176 ff. SGB III sowie der Akkreditierungs- und Zulassungsverordnung Arbeitsförderung (AZAV).
Empfänger der personenbezogenen Daten sind ausschließlich Stellen, die diese Daten zur ordnungsgemäßen Durchführung, Betreuung und Nachweisführung der Maßnahme benötigen. Hierzu zählen insbesondere:
- der jeweilige Praktikumsbetrieb, soweit dies für die Durchführung des Praktikums und die Erstellung der Beurteilung erforderlich ist,
- die Bundesagentur für Arbeit bzw. das zuständige Jobcenter, soweit dies im Rahmen der Förderung, Abrechnung, Prüfung oder Kontrolle der Maßnahme gesetzlich vorgesehen ist,
- fachkundige Stellen im Rahmen von Prüfungen und Überwachungen nach der Akkreditierungs- und Zulassungsverordnung Arbeitsförderung (AZAV),
- ggf. weitere gesetzlich berechtigte öffentliche Stellen im Rahmen ihrer jeweiligen Zuständigkeiten.
Eine darüberhinausgehende Weitergabe der Daten erfolgt nicht. Eine Übermittlung in Drittstaaten findet nicht statt.
Die personenbezogenen Daten werden für die Dauer der Maßnahme sowie darüber hinaus entsprechend den gesetzlichen Aufbewahrungs- und Nachweispflichten gespeichert. Soweit steuer- oder sozialrechtliche Aufbewahrungspflichten bestehen, erfolgt die Löschung nach Ablauf von 10 Jahren. Bestehen keine entsprechenden Verpflichtungen mehr, werden die Daten spätestens nach 5 Jahren nach Abschluss der Maßnahme gelöscht.
2. Bewertungs- und Umfragebögen
Zur Sicherung und kontinuierlichen Verbesserung der Qualität unserer Bildungs-, Unterbringungs- und Verpflegungsleistungen führen wir Bewertungen und Umfragen durch. Diese betreffen insbesondere die Ausbildungsangebote, das Gästehaus und die Mensa.
Die Erhebung erfolgt ausschließlich zu Zwecken der internen Qualitätssicherung und der Weiterentwicklung von Bildungsangeboten.
Im Rahmen der genannten Bewertungs- und Umfragebögen werden, abhängig vom konkreten Formular, folgende personenbezogene Daten verarbeitet:
- Lehrgangsbezeichnung
- Lehrgangsnummer
- Lehrgangszeitraum
- Maßnahme / Bildungsangebot
- Standort
- Name der bewertenden Person (freiwillige Angabe, sofern vorgesehen)
- Name bzw. Zuordnung von Dozenten
- Name des Auszubildenden
- Bewertungs- und Zufriedenheitsangaben (z. B. Schulnoten, Skalenbewertungen, Freitextanmerkungen)
Sofern eine Namensangabe vorgesehen ist, erfolgt diese freiwillig. Die Bögen können grundsätzlich auch anonym ausgefüllt werden.
Die Verarbeitung der personenbezogenen Daten erfolgt auf Grundlage von Art. 6 Abs. 1 Satz 1 lit. f DSGVO (berechtigtes Interesse). Das berechtigte Interesse liegt insbesondere in:
- der Sicherstellung und Verbesserung der Qualität von Bildungsleistungen,
- der Evaluation von Lehrgängen, Dozenten und organisatorischen Rahmenbedingungen,
- der Weiterentwicklung von Unterbringungs- und Verpflegungsangeboten,
- der Erfüllung von Qualitätsanforderungen nach Berufsbildungs- und Förderrecht (z. B. ÜLU, AZAV-bezogene Qualitätssicherung).
Die Bewertungs- und Umfragebögen werden nur so lange gespeichert, wie dies für die Zwecke der Qualitätssicherung und Dokumentation erforderlich ist, und spätestens nach zwei Jahren gelöscht.
3. Nutzungsverträge
Im Rahmen der Überlassung von Räumlichkeiten und Einrichtungen des Bildungs- und Technologiezentrums (BTZ) der Handwerkskammer Halle (Saale) schließen wir Nutzungsverträge mit externen Nutzern ab. In diesem Zusammenhang verarbeiten wir personenbezogene Daten.
a) Abschluss und Durchführung von Nutzungsverträgen
Zur Anbahnung, zum Abschluss und zur Durchführung von Nutzungsverträgen verarbeiten wir insbesondere folgende personenbezogenen Daten:
- Name des Vertragspartners bzw. der Institution / Firma
- Name, Vorname und Funktion der vertretungsberechtigten Person
- Anschrift (Straße, Hausnummer, PLZ, Ort)
- Kontaktdaten (Telefonnummer, E-Mail-Adresse)
- Angaben zur Veranstaltung (Art, Datum, Dauer)
- Angaben zu den genutzten Räumlichkeiten (Gebäude, Raum, Ausstattung)
- Vertragsinhalte (z. B. Nutzungszeitraum, Nutzungszweck, vereinbarte Leistungen)
- Entgelt- bzw. Gebührenangaben
- Datum und Unterschrift
Die Verarbeitung dieser Daten erfolgt,
- zur Identifikation des Vertragspartners,
- zur Vorbereitung und zum Abschluss des Nutzungsvertrages,
- zur Bereitstellung der vereinbarten Räumlichkeiten und Einrichtungen,
- zur Sicherstellung eines ordnungsgemäßen Betriebsablaufs sowie
- zur Kommunikation im Rahmen des Vertragsverhältnisses.
Rechtsgrundlage ist Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. b DSGVO (Vertragsanbahnung und -durchführung).
b) Einhaltung der Nutzungsbedingungen und Hausordnung
Im Rahmen der Nutzung der Räumlichkeiten verarbeiten wir personenbezogene Daten auch zur:
- Überwachung der Einhaltung der Hausordnung,
- Sicherstellung der ordnungsgemäßen Nutzung der Räume und Einrichtungen,
- Dokumentation von Störungen oder Vertragsverstößen,
- Geltendmachung etwaiger Schadensersatzansprüche.
Rechtsgrundlage ist Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. f DSGVO. Das berechtigte Interesse liegt in der Wahrung der Betriebssicherheit, dem Schutz des Eigentums sowie der Durchsetzung der vertraglich vereinbarten Nutzungsbedingungen.
c) Abrechnung und Zahlungsabwicklung
Zur Abrechnung der Nutzungsgebühren verarbeiten wir insbesondere:
- Vertrags- und Abrechnungsdaten
- Angaben zur Nutzung (Zeitraum, Räume, Leistungen)
- Zahlungsinformationen (z. B. Rechnungsdaten)
Die Verarbeitung erfolgt zur Durchführung der vertraglich vereinbarten Vergütung.
Rechtsgrundlage ist Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. b DSGVO sowie Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. c DSGVO in Verbindung mit steuer- und handelsrechtlichen Aufbewahrungspflichten (insbesondere HGB, AO).
c) Speicherdauer
Die im Rahmen des Nutzungsvertrages erhobenen personenbezogenen Daten werden für die Dauer des Vertragsverhältnisses sowie darüber hinaus entsprechend den gesetzlichen Aufbewahrungsfristen gespeichert.
Vertrags- und abrechnungsrelevante Daten werden regelmäßig 10 Jahre aufbewahrt (HGB, AO).
Sonstige Daten werden gelöscht, sobald sie für die Vertragsdurchführung nicht mehr erforderlich sind und keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten bestehen.
4. Streitschlichtung
Zur Durchführung von außergerichtlichen Streitschlichtungsverfahren bieten wir die Möglichkeit der Anrufung einer Schlichtungsstelle an. In diesem Zusammenhang verarbeiten wir insbesondere folgende personenbezogenen Daten:
- Vor- und Nachname des Antragstellers und des Antragsgegners
- ggf. Firmenname
- Anschrift (Straße, PLZ, Ort)
- Kontaktdaten (Telefonnummer, E-Mail-Adresse)
- Angaben zum Streitgegenstand
- Sachverhaltsdarstellungen und Begründungen
- eingereichte Unterlagen (z. B. Verträge, Rechnungen, Schriftwechsel)
- Aktenzeichen
- Ort, Datum
- Unterschrift
Die Verarbeitung dieser Daten erfolgt,
- zur Bearbeitung des Schlichtungsantrags,
- zur Durchführung des außergerichtlichen Streitbeilegungsverfahrens,
- zur Kommunikation mit den Verfahrensbeteiligten sowie
- zur Dokumentation des Verfahrensverlaufs.
Rechtsgrundlage ist Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. b DSGVO (Durchführung vorvertraglicher Maßnahmen bzw. eines schuldrechtlichen Verhältnisses).
Im Rahmen des Schlichtungsverfahrens werden personenbezogene Daten an die jeweils beteiligte Gegenseite übermittelt, soweit dies zur Durchführung des Verfahrens erforderlich ist.
Darüber hinaus können Daten an interne Stellen der Handwerkskammer (insbesondere zuständige Fachabteilungen) weitergegeben werden.
Eine darüberhinausgehende Weitergabe erfolgt nicht, sofern keine gesetzliche Verpflichtung besteht.
Die im Rahmen des Schlichtungsverfahrens erhobenen personenbezogenen Daten werden für die Dauer des Verfahrens sowie darüber hinaus gespeichert, soweit dies zur Dokumentation oder aufgrund gesetzlicher Aufbewahrungspflichten erforderlich ist.
Sofern keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten bestehen, werden die Daten in der Regel spätestens nach 3 Jahren nach Abschluss des Verfahrens gelöscht. Steuerrechtlich relevante Daten werden spätestens nach 10 Jahren gelöscht.
5. Beratung
Wir bieten Beratungsleistungen für Mitgliedsunternehmen, Existenzgründer sowie sonstige ratsuchende Personen und Unternehmen an. Die Beratung kann insbesondere betriebswirtschaftliche, technische, organisatorische, innovationsbezogene, außenwirtschaftliche, umweltbezogene, arbeitsschutzbezogene oder sonstige unternehmensbezogene Fragestellungen betreffen.
In diesem Zusammenhang verarbeiten wir insbesondere folgende personenbezogene Daten:
- Vor- und Nachname der Ansprechpartner,
- Firmenname, Betriebsnummer bzw. Mitgliedsnummer und Betriebsart,
- Anschrift des Unternehmens,
- Kontaktdaten, insbesondere Telefonnummer, Mobilnummer, E-Mail-Adresse und ggf. Internetseite,
- Angaben zur Betriebsgröße und zur betrieblichen Situation,
- Angaben zur Art der Beratung, insbesondere Beratungsbereich, Beratungsthema, Beratungsdauer, Ort und Zeitpunkt der Beratung,
- Beratungsinhalte, Beratungsverlauf, Empfehlungen und sonstige zur Beratung erforderliche Sachverhaltsangaben,
- interne Vorgangs-, Berater- und laufende Nummern,
- Korrespondenz- und Kommunikationsinhalte,
- ggf. Angaben zu Förderprogrammen, Förderfähigkeit und Fördervoraussetzungen,
- ggf. Angaben zu erhaltenen oder beantragten De-minimis-Beihilfen, insbesondere Datum und Aktenzeichen von Bewilligungs- oder Beihilfebescheiden, Zuwendungsgeber, Fördersumme und Subventionswert,
- Angaben zur Ausstellung und Übersendung von De-minimis-Bescheinigungen, insbesondere Beratungszeitraum, Beratungsdauer, Zuwendungsgeber, Förderbetrag und Subventionswert,
- Ort, Datum und Unterschrift.
Die Verarbeitung erfolgt zur Vorbereitung, Durchführung, Dokumentation und Nachbereitung der Beratung, zur individuellen Unterstützung von Betrieben, Gründern und sonstigen ratsuchenden Personen, zur organisatorischen Abwicklung der Beratungsleistungen sowie zur Qualitätssicherung und Weiterentwicklung unseres Beratungsangebots.
Rechtsgrundlage ist Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. b DSGVO, soweit die Verarbeitung zur Durchführung vorvertraglicher Maßnahmen oder eines Beratungsverhältnisses erforderlich ist. Soweit die Verarbeitung zur Wahrnehmung unserer Aufgaben, zur ordnungsgemäßen Organisation und Weiterentwicklung der Beratungsangebote sowie zur Qualitätssicherung erfolgt, stützen wir die Verarbeitung auf Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. f DSGVO. Das berechtigte Interesse liegt in der sachgerechten Durchführung, Dokumentation, Auswertung und Verbesserung unserer Beratungsleistungen.
Sofern die Beratung im Rahmen öffentlicher Förderprogramme erfolgt, verarbeiten wir die hierfür erforderlichen Daten zusätzlich zur Prüfung der Förderfähigkeit, zur Einhaltung beihilfe- und förderrechtlicher Vorgaben, zur Dokumentation der geförderten Beratung, zur Erstellung und Übersendung von De-minimis-Bescheinigungen sowie zur Ermöglichung von Prüfungen durch Fördermittelgeber oder sonstige prüfberechtigte Stellen. Rechtsgrundlage ist insoweit Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. c DSGVO, soweit die Verarbeitung zur Erfüllung gesetzlicher Dokumentations-, Nachweis-, Aufbewahrungs- oder Prüfungspflichten erforderlich ist. Ergänzend kann die Verarbeitung auf Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. f DSGVO gestützt werden, soweit die Handwerkskammer ein berechtigtes Interesse an der ordnungsgemäßen Abwicklung, Dokumentation und Nachweisführung geförderter Beratungen hat.
Zur Qualitätssicherung und Weiterentwicklung unserer Betriebsberatung führen wir zudem Evaluationen durch. Hierbei verarbeiten wir insbesondere Angaben zum in Anspruch genommenen Beratungsbereich, zur Bewertung der Beratung, zur Einschätzung der fachlichen und handwerksspezifischen Kompetenz des Beraters, zur Verständlichkeit der Vorschläge und Empfehlungen, zur Beratungsdauer, zur Umsetzung oder Planung betrieblicher Maßnahmen, zur möglichen erneuten Inanspruchnahme der Betriebsberatung sowie Verbesserungsvorschläge.
Die Verarbeitung der Evaluationsdaten erfolgt zur Qualitätssicherung, zur internen Auswertung und Weiterentwicklung der Beratungsleistungen sowie, soweit vorgesehen, zur bundesweiten Evaluation der Betriebsberatung. Rechtsgrundlage ist Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. f DSGVO. Das berechtigte Interesse liegt in der Sicherung und Verbesserung der Beratungsqualität sowie in der Nachweisführung gegenüber Fördermittelgebern und beteiligten Stellen. Soweit die Evaluation aufgrund förderrechtlicher Vorgaben erforderlich ist, erfolgt die Verarbeitung ergänzend auf Grundlage von Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. c DSGVO. Evaluationsergebnisse werden an externe Stellen grundsätzlich nur in aggregierter oder anonymisierter Form übermittelt, sofern personenbezogene Angaben für den jeweiligen Zweck nicht erforderlich sind.
Soweit im Rahmen geförderter Beratungen eine Einwilligung zur weitergehenden Verarbeitung personenbezogener Daten, etwa für zusätzliche statistische Auswertungen, eingeholt wird, erfolgt die Verarbeitung auf Grundlage von Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. a DSGVO. Eine erteilte Einwilligung kann jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen werden.
Die im Rahmen der Beratung erhobenen personenbezogenen Daten werden für die Dauer der Beratung sowie darüber hinaus gespeichert, soweit dies zur Dokumentation, Qualitätssicherung oder aufgrund gesetzlicher, beihilfe- oder förderrechtlicher Aufbewahrungs- und Nachweispflichten erforderlich ist. Sofern keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten bestehen, werden die Daten in der Regel spätestens nach Ablauf von drei Jahren nach Abschluss der Beratung gelöscht. Förder- und beihilferelevante Unterlagen, insbesondere De-minimis-Erklärungen und De-minimis-Bescheinigungen, werden regelmäßig für 10 Jahre nach Abschluss der Beratung bzw. Ausstellung der Bescheinigung gespeichert. Evaluationsdaten werden gelöscht, sobald sie für die Qualitätssicherung und Auswertung nicht mehr erforderlich sind; soweit sie anonymisiert wurden, unterliegen sie nicht mehr den Vorgaben der DSGVO.
6. Deutsche Meisterschaft im Handwerk
Im Rahmen der Organisation, Durchführung und Nachbereitung der Deutschen Meisterschaft im Handwerk – German Craft Skills sowie des Wettbewerbs „Die gute Form im Handwerk – Handwerker gestalten“ verarbeiten wir personenbezogene Daten von Teilnehmenden, vorgeschlagenen bzw. nominierten Personen, Jurymitgliedern sowie weiteren an der Durchführung beteiligten Personen.
Dabei werden, abhängig von der jeweiligen Beteiligung, insbesondere folgende personenbezogene Daten verarbeitet:
- Vor- und Nachname
- Anschrift
- Geburtsdatum und Geburtsort
- Telefonnummer und E-Mail-Adresse
- Ausbildungsberuf und Fachrichtung
- Angaben zur Kreishandwerkerschaft, Innung oder sonstigen vorschlagenden Stelle
- Angaben zum Ausbildungsbetrieb, ehemaligen Ausbildungsbetrieb oder Arbeitgeber
- Prüfungsergebnisse und Angaben zu Prüfungs- bzw. Wettbewerbsarbeiten
- Angaben zur Teilnahme am Wettbewerb, insbesondere Wettbewerbsebene, Wettbewerb, Platzierung und Ergebnis
- Angaben zu organisatorischen Erfordernissen, insbesondere Übernachtungsbedarf oder Bedarf einer Freistellungsbescheinigung
- ggf. Angaben zu Alter, Beruf, Postleitzahl und Wohnort für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
- Foto- und Filmaufnahmen sowie ggf. digitale Steckbriefe/Sedcards
- Reise- und Abrechnungsdaten, insbesondere Reisestrecke, genutztes Verkehrsmittel, Fahrtkosten, Belege, Entschädigungen, Bankverbindung, IBAN, BIC und Zahlungsbetrag
- Ort, Datum und Unterschriften
- interne Abrechnungs- und Buchungsdaten, insbesondere Kostenstelle, Konto und Kostenträger
Die Verarbeitung erfolgt zur Vorbereitung, Organisation, Durchführung und Nachbereitung der Deutschen Meisterschaft im Handwerk und der damit verbundenen Wettbewerbe. Hierzu gehören insbesondere die Prüfung der Teilnahmevoraussetzungen, die Anmeldung und Nominierung, die Kommunikation mit den Teilnehmenden und beteiligten Stellen, die Durchführung des Wettbewerbs, die Bewertung und Dokumentation der Ergebnisse, die Organisation von Übernachtungen oder Freistellungsbescheinigungen sowie die Abrechnung von Reisekosten, Aufwandsentschädigungen und sonstigen erstattungsfähigen Kosten.
Rechtsgrundlage für die Verarbeitung der zur Organisation und Durchführung des Wettbewerbs erforderlichen Daten ist Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. e DSGVO in Verbindung mit den gesetzlichen Aufgaben der Handwerkskammer nach der Handwerksordnung, insbesondere der Förderung der beruflichen Bildung und des Handwerks. Soweit die Teilnahme auf Grundlage einer Anmeldung oder sonstigen Vereinbarung erfolgt und die Verarbeitung hierfür erforderlich ist, erfolgt die Verarbeitung zusätzlich auf Grundlage von Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. b DSGVO.
Soweit personenbezogene Daten zu Presse-, Öffentlichkeitsarbeits-, Social-Media- oder Dokumentationszwecken verwendet werden, insbesondere Name, Alter, Beruf, Platzierung, Wohnort, Ausbildungsbetrieb, Foto- und Filmaufnahmen oder digitale Steckbriefe, erfolgt die Verarbeitung auf Grundlage einer Einwilligung gemäß Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. a DSGVO. Die Einwilligung ist freiwillig und kann jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen werden.
Soweit personenbezogene Daten zur Abrechnung von Reisekosten, Entschädigungen oder sonstigen Zahlungen verarbeitet werden, erfolgt die Verarbeitung auf Grundlage von Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. b DSGVO sowie, hinsichtlich steuer- und haushaltsrechtlicher Dokumentations- und Aufbewahrungspflichten, auf Grundlage von Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. c DSGVO.
Im Rahmen der Durchführung des Wettbewerbs können personenbezogene Daten an die jeweils beteiligten oder durchführenden Handwerkskammern, Fachverbände, Innungen, Kreishandwerkerschaften sowie Stellen auf Landes- und Bundesebene übermittelt werden, soweit dies für die Anmeldung, Durchführung, Bewertung oder Nachbereitung des Wettbewerbs erforderlich ist. Soweit eine Veröffentlichung oder Weitergabe zu Presse- und Öffentlichkeitsarbeitszwecken erfolgt, geschieht dies nur auf Grundlage einer entsprechenden Einwilligung.
Die personenbezogenen Daten werden nur so lange gespeichert, wie dies für die Organisation, Durchführung, Nachbereitung und Dokumentation des Wettbewerbs erforderlich ist. Abrechnungs- und zahlungsrelevante Unterlagen werden entsprechend den gesetzlichen Aufbewahrungsfristen regelmäßig für 10 Jahre gespeichert. Daten, die auf Grundlage einer Einwilligung für Presse-, Öffentlichkeitsarbeits- oder Dokumentationszwecke verarbeitet werden, werden bis zum Widerruf der Einwilligung oder solange gespeichert, wie sie für die genannten Zwecke erforderlich sind.
7. Lehrstellen- und Praktikumsbörse
Im Rahmen der Lehrstellen- und Praktikumsbörse verarbeiten wir personenbezogene Daten von Mitgliedsunternehmen sowie deren Ansprechpartnern, um freie Ausbildungs- und Praktikumsplätze zu erfassen, zu veröffentlichen und interessierten Personen zugänglich zu machen.
- Dabei werden insbesondere folgende personenbezogene Daten verarbeitet:
- Betriebsnummer
- Firma und Anschrift des Unternehmens
- Name und Kontaktdaten des Ansprechpartners, insbesondere E-Mail-Adresse und Telefonnummer
- Angaben zur Stellenart, insbesondere Lehrstelle oder Praktikumsstelle
- Angaben zum Ausbildungs- oder Praktikumsberuf
- Anzahl der freien Ausbildungs- oder Praktikumsplätze
- Ausbildungsbeginn bzw. Beginn nach Absprache
- gewünschte Bewerbungsform, z. B. persönlich, schriftlich, per E-Mail oder telefonisch
- gewünschter Schulabschluss
- gewünschte schulische Leistungen
- Angaben zu vorhandenen Wohnmöglichkeiten
- Stellenbeschreibung
- Leistungsbeschreibung des Betriebs
- gewünschter Veröffentlichungszeitraum
- Ort, Datum, Unterschrift und Stempel
Die Verarbeitung erfolgt zur Aufnahme, Pflege und Veröffentlichung freier Ausbildungs- und Praktikumsplätze in der Lehrstellen- und Praktikumsbörse der Handwerkskammer Halle (Saale), auf der Internetseite der Handwerkskammer sowie in der App „Lehrstellen-Radar“. Zweck der Verarbeitung ist die Unterstützung der beruflichen Orientierung, die Vermittlung von Ausbildungs- und Praktikumsmöglichkeiten sowie die Förderung der beruflichen Bildung und des Handwerks.
Rechtsgrundlage der Verarbeitung ist Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. e DSGVO in Verbindung mit den gesetzlichen Aufgaben der Handwerkskammer nach der Handwerksordnung, insbesondere der Förderung der Interessen des Handwerks und der beruflichen Bildung. Soweit die Veröffentlichung auf Wunsch des jeweiligen Unternehmens erfolgt, erfolgt die Verarbeitung zudem auf Grundlage von Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. b DSGVO zur Durchführung eines entsprechenden Nutzungs- bzw. Veröffentlichungsverhältnisses.
Die zur Veröffentlichung bestimmten Angaben werden auf der Internetseite der Handwerkskammer Halle (Saale) sowie in der App „Lehrstellen-Radar“ veröffentlicht und sind dort für interessierte Personen abrufbar. Hierzu können insbesondere Firma, Anschrift, Ansprechpartner, Kontaktdaten, Angaben zur angebotenen Ausbildungs- oder Praktikumsstelle, Anforderungen, Stellenbeschreibung und Veröffentlichungszeitraum gehören.
Die personenbezogenen Daten werden für die Dauer des gewünschten Veröffentlichungszeitraums verarbeitet. Nach Ablauf des Veröffentlichungszeitraums oder nach Mitteilung, dass die Stelle nicht mehr verfügbar ist, wird die Veröffentlichung beendet. Die zugrunde liegenden Unterlagen und Korrespondenz werden gelöscht, sobald sie für die Bearbeitung nicht mehr erforderlich sind und keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten bestehen.
8. Tarifgebundenheit von Ausbildungsbetrieben
Im Rahmen der Eintragung, Prüfung, Verwaltung und Überwachung von Berufsausbildungsverhältnissen verarbeiten wir personenbezogene Daten und betriebsbezogene Angaben zur Tarifgebundenheit von Ausbildungsbetrieben.
Dabei werden insbesondere folgende Daten verarbeitet:
- Name und Anschrift des Ausbildungsbetriebs
- Angabe, ob eine Tarifgebundenheit besteht
- Name und Anschrift der Innung, Landesinnung, des Verbandes oder einer sonstigen tarifgebundenen Stelle
- Bestätigung der Mitgliedschaft durch die jeweilige Innung, Landesinnung oder den jeweiligen Verband
- Ort, Datum, Unterschrift und Stempel des Ausbildungsbetriebs
- Ort, Datum, Unterschrift und Stempel der bestätigenden Innung, Landesinnung oder des bestätigenden Verbandes
Die Verarbeitung erfolgt zur Prüfung und Dokumentation der tariflichen Einordnung des Ausbildungsbetriebs, zur Beurteilung der für das Berufsausbildungsverhältnis maßgeblichen Ausbildungsbedingungen sowie zur ordnungsgemäßen Führung, Überwachung und Verwaltung der Berufsausbildungsverhältnisse.
Rechtsgrundlage ist Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. c DSGVO in Verbindung mit § 28 Abs. 1 HwO. Danach führt die Handwerkskammer zur Regelung, Überwachung, Förderung und zum Nachweis der Berufsausbildung die Lehrlingsrolle. Soweit die Angaben zur Prüfung der Angemessenheit oder Einordnung der Ausbildungsvergütung erforderlich sind, erfolgt die Verarbeitung zudem im Zusammenhang mit den berufsbildungsrechtlichen Anforderungen an den Berufsausbildungsvertrag und die Ausbildungsvergütung.
Die Daten werden für die Dauer des Ausbildungsverhältnisses sowie darüber hinaus entsprechend den gesetzlichen Aufbewahrungsfristen gespeichert. Soweit die Angaben Bestandteil der Lehrlingsrolle oder Ausbildungsakte sind, gelten die hierfür maßgeblichen Speicherfristen. Die Daten werden gelöscht, sobald sie für die genannten Zwecke nicht mehr erforderlich sind und keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten bestehen.
9. Forderungsmanagement und Ratenzahlungen
a) Rechnungs- und Zahlungsabwicklung
Im Rahmen unserer Rechnungs- und Zahlungsabwicklung sowie der Verwaltung und Durchsetzung von Forderungen verarbeiten wir personenbezogene Daten.
Dies umfasst insbesondere:
die Entgegennahme, Prüfung und Verbuchung von Eingangsrechnungen,
die Erstellung und Verwaltung von Ausgangsrechnungen,
die Durchführung des Zahlungsverkehrs,
die Verwaltung von Kreditoren und Debitoren,
die Durchführung des SEPA-Lastschriftverfahrens,
die Bearbeitung offener Forderungen sowie
die Prüfung, Bewilligung und Abwicklung von Ratenzahlungen oder sonstigen Zahlungserleichterungen.
Dabei werden, abhängig vom jeweiligen Vorgang, insbesondere folgende personenbezogene Daten verarbeitet:
- Vor- und Nachname bzw. Firmenbezeichnung
- Name, Funktion und Kontaktdaten von Inhabern, Geschäftsführern, vertretungsberechtigten Personen und Ansprechpartnern
- Anschrift
- Kreditoren-, Debitoren-, Mitglieds- oder Kundennummer
- Rechnungs-, Bestell-, Vertrags- und Leistungsdaten
- Angaben zu Forderungen, Verbindlichkeiten, Zahlungseingängen und Zahlungsrückständen
- Rechnungsnummer, Rechnungsdatum, Rechnungsbetrag und Zahlungsbedingungen
- E-Mail-Adresse und sonstige Angaben zur elektronischen Rechnungsübermittlung
- Name und Anschrift des Kontoinhabers
- Name des Kreditinstituts, IBAN und BIC
- Angaben zu einem abweichenden Kontoinhaber
- Gläubiger-Identifikationsnummer und Mandatsreferenz
- Angaben zum Umfang und zur Geltungsdauer eines Lastschriftmandats
- bei beantragten Zahlungserleichterungen Angaben zur beantragten Ratenhöhe, zum Zahlungsbeginn und zum Grund des Antrags
- soweit erforderlich, Angaben zu den persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnissen, insbesondere Familienstand, Anzahl der Kinder, berufliche Tätigkeit, Arbeitgeber und monatliches Nettoeinkommen
- Korrespondenz- und Vorgangsdaten
- Ort, Datum, Unterschrift und ggf. Firmenstempel
Die Verarbeitung erfolgt zur Anbahnung, Durchführung und Abwicklung von Vertrags- und Lieferbeziehungen, zur Entgegennahme und Prüfung von Rechnungen, zur Zuordnung und Verbuchung von Geschäftsvorfällen, zur Durchführung des Zahlungsverkehrs sowie zur Erfüllung gesetzlicher Buchführungs-, Dokumentations- und Nachweispflichten.
Darüber hinaus erfolgt die Verarbeitung zur Feststellung, Verwaltung und Durchsetzung bestehender Forderungen, zur Prüfung der Voraussetzungen einer Ratenzahlung oder sonstigen Zahlungserleichterung sowie zur Durchführung und Überwachung vereinbarter Zahlungen.
Rechtsgrundlage ist Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. b DSGVO, soweit die Verarbeitung zur Anbahnung, Durchführung oder Abwicklung eines Vertrags- oder Leistungsverhältnisses erforderlich ist. Soweit es sich um öffentlich-rechtliche Forderungen oder Verbindlichkeiten handelt oder die Verarbeitung der Wahrnehmung gesetzlicher Aufgaben der Handwerkskammer dient, erfolgt sie auf Grundlage von Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. e DSGVO in Verbindung mit den jeweils einschlägigen gebühren-, haushalts- und vollstreckungsrechtlichen Vorschriften. Die Verarbeitung zur Erfüllung gesetzlicher Buchführungs-, Dokumentations-, Prüfungs- und Aufbewahrungspflichten erfolgt auf Grundlage von Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. c DSGVO in Verbindung mit den einschlägigen handels-, steuer- und haushaltsrechtlichen Vorschriften. Die für ein SEPA-Lastschriftmandat erforderlichen Daten werden auf Grundlage von Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. a DSGVO zur Durchführung der vereinbarten Zahlungsabwicklung verarbeitet. Die Erteilung eines Lastschriftmandats ist freiwillig.
Angaben zu den persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnissen werden nur verarbeitet, soweit diese zur Prüfung einer beantragten Zahlungserleichterung erforderlich sind. Soweit dies zur Bearbeitung und Abwicklung erforderlich ist, können personenbezogene Daten innerhalb der Handwerkskammer an die jeweils zuständigen Fachbereiche sowie an beteiligte Kreditinstitute, Zahlungsdienstleister, Steuerberater, Wirtschaftsprüfer und sonstige prüfberechtigte Stellen übermittelt werden. Bei ausbleibenden Zahlungen können Daten außerdem an Vollstreckungsstellen, Rechtsanwälte, Gerichte oder sonstige zuständige öffentliche Stellen weitergegeben werden. Rechnungs-, Zahlungs-, Buchungs-, Mandats- und Belegdaten werden entsprechend den gesetzlichen Aufbewahrungspflichten regelmäßig für zehn Jahre gespeichert. Sonstige Daten werden gelöscht, sobald sie für die Abwicklung des jeweiligen Vorgangs nicht mehr erforderlich sind und keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten oder Gründe für eine weitere Speicherung, insbesondere zur Geltendmachung, Ausübung oder Verteidigung von Rechtsansprüchen, bestehen.
Angaben zu persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnissen, die nicht Bestandteil aufbewahrungspflichtiger Unterlagen sind, werden regelmäßig spätestens drei Jahre nach vollständiger Erledigung des Ratenzahlungs- oder Stundungsvorgangs gelöscht.
b) Schuldbeitritt
Sofern ein Dritter, insbesondere ein Unternehmen, einer bestehenden Zahlungsverpflichtung eines Teilnehmers gegenüber der Handwerkskammer Halle (Saale) beitritt, verarbeiten wir personenbezogene Daten zur Vorbereitung, zum Abschluss, zur Durchführung und zur Dokumentation des Schuldbeitritts.
Dabei werden insbesondere folgende personenbezogenen Daten verarbeitet:
- Vor- und Nachname des ursprünglichen Schuldners,
- Name bzw. Firma des beitretenden Schuldners,
- Angaben zu dem zugrunde liegenden Vertrag bzw. der zugrunde liegenden Forderung,
- Rechnungsnummer,
- Forderungshöhe,
- Fälligkeit der Forderung,
- Angaben zur Zahlungsabwicklung,
- Ort und Datum sowie
- Unterschriften der beteiligten Personen.
Die Verarbeitung erfolgt zur eindeutigen Zuordnung der bestehenden Forderung, zur Begründung und Dokumentation der gesamtschuldnerischen Verpflichtung des beitretenden Schuldners, zur Abwicklung der Zahlung sowie erforderlichenfalls zur Geltendmachung und Durchsetzung der Forderung gegenüber dem ursprünglichen oder dem beitretenden Schuldner.
Rechtsgrundlage ist Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. b DSGVO, soweit die Verarbeitung zur Anbahnung, zum Abschluss und zur Durchführung des Schuldbeitritts erforderlich ist. Soweit die Daten zur Erfüllung gesetzlicher Buchführungs-, Dokumentations- oder Aufbewahrungspflichten verarbeitet werden, erfolgt die Verarbeitung auf Grundlage von Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. c DSGVO in Verbindung mit den einschlägigen steuer- und haushaltsrechtlichen Vorschriften.
Soweit dies zur Zahlungsabwicklung oder Durchsetzung der Forderung erforderlich ist, können personenbezogene Daten an beteiligte Kreditinstitute, Zahlungsdienstleister, Rechtsanwälte, Gerichte, Vollstreckungsstellen oder sonstige zuständige Stellen übermittelt werden.
Die Vereinbarung über den Schuldbeitritt und die darin enthaltenen Vertrags- und Forderungsdaten werden nach vollständiger Erledigung der zugrunde liegenden Forderung grundsätzlich für drei weitere Kalenderjahre gespeichert. Soweit die Unterlagen steuerrechtlichen Aufbewahrungspflichten unterliegen, werden sie entsprechend länger gespeichert. Buchungsbelege, insbesondere Rechnungs- und Zahlungsunterlagen, werden grundsätzlich acht Jahre aufbewahrt. Sonstige steuerlich relevante Geschäftsunterlagen werden grundsätzlich sechs Jahre aufbewahrt. Die jeweilige Aufbewahrungsfrist beginnt mit Ablauf des Kalenderjahres, in dem die betreffende Unterlage entstanden ist. Nach Ablauf der jeweils maßgeblichen Frist werden die personenbezogenen Daten gelöscht, sofern keine Gründe für eine weitere Speicherung bestehen.
10. Ehrenamtliche Tätigkeit und Reisekostenabrechnung
Im Zusammenhang mit ehrenamtlichen Tätigkeiten für die Handwerkskammer Halle (Saale) verarbeiten wir personenbezogene Daten zur Organisation und Durchführung der jeweiligen Tätigkeit sowie zur Abrechnung von Reisekosten, Aufwandsentschädigungen und sonstigen erstattungsfähigen Aufwendungen.
Dabei werden insbesondere folgende personenbezogenen Daten verarbeitet:
- Vor- und Nachname
- Bankverbindung, insbesondere IBAN, BIC und Kreditinstitut
- Angaben zur jeweiligen Veranstaltung bzw. ehrenamtlichen Tätigkeit
- Datum der Teilnahme
- Angaben zu An- und Abreise sowie zum Veranstaltungsort
- Angaben zum genutzten Verkehrsmittel
- gegebenenfalls amtliches Kennzeichen eines Privatfahrzeugs
- gefahrene Kilometer
- Fahrtkosten
- Übernachtungskosten
- sonstige Reisenebenkosten
- Belege und Nachweise
- Abrechnungs- und Zahlungsdaten
- interne Buchungs-, Kostenstellen- und Kostenträgerdaten
- Datum und Unterschrift
Die Verarbeitung erfolgt zur Organisation und Durchführung der ehrenamtlichen Tätigkeit, zur Prüfung und Abrechnung entstandener Aufwendungen sowie zur Auszahlung von Reisekosten, Aufwandsentschädigungen und sonstigen Erstattungen.
Rechtsgrundlage der Verarbeitung ist Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. c, e DSGVO in Verbindung mit der Entschädigungsordnung der Handwerkskammer Halle (Saale). Soweit die Verarbeitung abrechnungsrelevanter Daten zur Erfüllung gesetzlicher Buchführungs-, Haushalts- oder Aufbewahrungspflichten erforderlich ist, erfolgt sie ergänzend auf Grundlage von Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. c DSGVO in Verbindung mit den jeweils einschlägigen gesetzlichen Vorschriften.
Reisekostenabrechnungen einschließlich der zugehörigen Belege sowie Buchungs- und Zahlungsdaten werden für acht Jahre aufbewahrt. Die Frist beginnt mit Ablauf des Kalenderjahres, in dem der jeweilige Beleg entstanden ist. Sonstige personenbezogene Daten werden gelöscht, sobald sie für die Durchführung und Abrechnung der ehrenamtlichen Tätigkeit nicht mehr erforderlich sind und keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten oder Gründe für eine weitere Speicherung bestehen.
X. Weitergabe von Daten an Dritte
Eine Übermittlung Ihrer persönlichen Daten an Dritte zu anderen als den zuvor oder nachfolgend aufgeführten Zwecken findet nicht statt.
Soweit dies nach Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. b DSGVO für die Abwicklung des Vertragsverhältnisses mit Ihnen erforderlich ist, werden Ihre personenbezogenen Daten an Dritte weitergegeben. Hierzu gehört insbesondere die Weitergabe an Dienstleister zur Erfüllung unserer vertraglichen und gesetzlichen Verpflichten sowie an Wirtschaftsprüfer, Steuerberater, Finanzamt und im Falle von Leistungsstörungen an Rechtsanwaltskanzleien, Gerichte und andere öffentliche Behörden zum Zwecke der Korrespondenz sowie zur Verteidigung oder Geltendmachung unserer Rechte.
XI. Betroffenenrechte
Sie haben das Recht:
- gemäß Art. 7 Abs. 3 DSGVO Ihre einmal erteilte Einwilligung jederzeit gegenüber uns zu widerrufen. Dies hat zur Folge, dass wir die Datenverarbeitung, die auf dieser Einwilligung beruhte, für die Zukunft nicht mehr fortführen dürfen
- gemäß Art. 15 DSGVO Auskunft über Ihre von uns verarbeiteten personenbezogenen Daten zu verlangen. Insbesondere können Sie Auskunft über die Verarbeitungszwecke, die Kategorie der personenbezogenen Daten, die Kategorien von Empfängern, gegenüber denen Ihre Daten offengelegt wurden oder werden, die geplante Speicherdauer, das Bestehen eines Rechts auf Berichtigung, Löschung, Einschränkung der Verarbeitung oder Widerspruch, das Bestehen eines Beschwerderechts, die Herkunft ihrer Daten, sofern diese nicht bei uns erhoben wurden, sowie über das Bestehen einer automatisierten Entscheidungsfindung einschließlich Profiling und ggf. aussagekräftigen Informationen zu deren Einzelheiten verlangen
- gemäß Art. 16 DSGVO unverzüglich die Berichtigung unrichtiger oder Vervollständigung Ihrer bei uns gespeicherten personenbezogenen Daten zu verlangen
- gemäß Art. 17 DSGVO die Löschung Ihrer bei uns gespeicherten personenbezogenen Daten zu verlangen, soweit nicht die Verarbeitung zur Ausübung des Rechts auf freie Meinungsäußerung und Information, zur Erfüllung einer rechtlichen Verpflichtung, aus Gründen des öffentlichen Interesses oder zur Geltendmachung, Ausübung oder Verteidigung von Rechtsansprüchen erforderlich ist
- gemäß Art. 18 DSGVO die Einschränkung der Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten zu verlangen, soweit die Richtigkeit der Daten von Ihnen bestritten wird, die Verarbeitung unrechtmäßig ist, Sie aber deren Löschung ablehnen und wir die Daten nicht mehr benötigen, Sie jedoch diese zur Geltendmachung, Ausübung oder Verteidigung von Rechtsansprüchen benötigen oder Sie gemäß Art. 21 DSGVO Widerspruch gegen die Verarbeitung eingelegt haben
- gemäß Art. 20 DSGVO Ihre personenbezogenen Daten, die Sie uns bereitgestellt haben, in einem strukturierten, gängigen und maschinenlesebaren Format zu erhalten oder die Übermittlung an einen anderen Verantwortlichen zu verlangen und
- gemäß Art. 21 DSGVO Widerspruch gegen die Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten einzulegen, soweit dafür Gründe vorliegen, die sich aus Ihrer besonderen Situation ergeben
- gemäß Art. 77 DSGVO sich bei einer Aufsichtsbehörde zu beschweren. In der Regel können Sie sich hierfür an die Aufsichtsbehörde Ihres üblichen Aufenthaltsortes oder Arbeitsplatzes oder unseres Firmensitzes wenden
Möchten Sie von einem oder mehreren der vorgenannten Rechte Gebrauch machen, genügt eine E-Mail an datenschutz@robin-data.io.