Datenschutzerklärung

 I. Name und Kontaktdaten des für die Verarbeitung Verantwortlichen sowie des Datenschutzbeauftragten

Diese Datenschutzhinweise gelten für die Datenverarbeitung durch die Handwerkskammer Halle (Saale), Gräfestraße 24, 06110 Halle (Saale), Telefon: 0345 2999-0, E-Mail: info@hwkhalle.de

Der Datenschutzbeauftragte der Handwerkskammer Halle (Saale) ist unter der o.g. Anschrift, zu Hd. Herrn Prof. Dr. Andre Döring, beziehungsweise unter datenschutz@robin-data.io erreichbar.

II. Unternehmen

1. Eintragung in die Handwerksrolle

Im Sinne der Handwerksordnung zulassungspflichtige Handwerke sind in die Handwerksrolle einzutragen. Hierfür ist die Verarbeitung nachgenannter personenbezogener Daten notwendig:

  • Mitgliedsnummer
  • Vorgängernummer
  • einzutragendes Handwerk/Gewerbe
  • Eintragungsdatum
  • Firmenname
  • Name und Vorname des Inhabers
  • Geburtsname
  • Geburtsdatum
  • Geburtsort
  • Staatsangehörigkeit
  • Wohnanschrift
  • Anschrift des Unternehmens
  • Telefonnummer, Faxnummer, E-Mail-Adresse
  • Landkreis
  • Internetseite
  • Rechtsform
  • Neugründung
  • Gewerbeausübung in der Vergangenheit
  • Name und Anschrift des Vorgängers
  • Art der Erwerbstätigkeit
  • Ort, Datum
  • Unterschrift

Die Verarbeitung dieser Daten erfolgt gem. Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. c DSGVO in Verbindung mit § 10 HWO zur Erfüllung einer gesetzlichen Verpflichtung.

Die Einträge gem. § 13 HWO werden auf Antrag oder von Amts wegen gelöscht, sofern die Voraussetzungen für eine Eintragung nicht vorliegen. Die aus der Handwerksrolle gelöschten Daten werden 30 Jahre in einem gesonderten Dateisystem gespeichert.

2. Änderung der Eintragung in der Handwerksrolle

Sofern die in der Handwerksrolle zu Ihrem Unternehmen hinterlegten Gewerke ergänzt oder gelöscht werden müssen, können Sie einen Antrag hierfür stellen. Dabei werden folgenden personenbezogenen Daten verarbeitet:

  • Firmenname
  • Name und Vorname des Inhabers
  • Anschrift des Unternehmens
  • Telefonnummer, Faxnummer, E-Mail-Adresse
  • Aufzunehmendes bzw. zu löschendes Gewerk
  • Ort, Datum
  • Unterschrift
  • Aktenzeichen der Handwerkskammer Halle (Saale)

Die Verarbeitung dieser Daten erfolgt gem. Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. c DSGVO in Verbindung mit § 10 HWO zur Erfüllung einer gesetzlichen Verpflichtung.

Die Einträge gem. § 13 HWO werden auf Antrag oder von Amts wegen gelöscht, sofern die Voraussetzungen für eine Eintragung nicht vorliegen. Die aus der Handwerksrolle gelöschten Daten werden 30 Jahre in einem gesonderten Dateisystem gespeichert.

3. Bonitätsauskünfte und Auskünfte aus dem Grundbuch

Mitglieder der Handwerkskammer können eine Bonitätsauskunft über Dritte sowie Auskünfte aus dem Grundbuch beantragen, sofern ein berechtigtes Interesse gegeben ist.

Die Beantragung der Auskunft erfolgt nur aufgrund eines Antrages eines Angehörigen des Mitgliedsunternehmens. Dabei werden folgende personenbezogene Daten verarbeitet:

  • Mitgliedsnummer
  • Firmenname
  • Name und Vorname des Antragstellers
  • Inhaltsdaten (Begründung des berechtigten Interesses)
  • Ort, Datum
  • Unterschrift

Die Verarbeitung dieser Daten erfolgt zur Erfüllung des Auftrages gem. Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. b DSGVO und Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. f DSGVO. Das berechtigte Interesse folgt aus dem Zweck.

Im Rahmen der Bearbeitung des Antrages bzw. Beantragung der Auskunft, werden Ihre personenbezogenen Daten an die jeweils Auskunft erteilende Stelle weitergegeben.

Die Daten werden nach 3 Jahren gelöscht, sofern nicht aufgrund steuerrechtlicher Vorgaben aus der Abgabenordnung und dem Handelsgesetzbuch eine längere Aufbewahrungsfrist vorgeschrieben ist. In diesem Fall werden die Daten nach spätestens 10 Jahren gelöscht.

4. Fachlicher Betriebsleiter

Im Rahmen der Eintragung, Bestellung und Löschung eines fachlichen Betriebsleiters in der Handwerksrolle verarbeiten wir personenbezogene Daten.

a) Bestellung und Betriebsleitererklärung
Sofern ein fachlicher Betriebsleiter benannt wird, ist eine entsprechende Betriebsleitererklärung einzureichen. Dabei werden insbesondere folgende personenbezogenen Daten verarbeitet:

  • Mitgliedsnummer
  • Firmenname und Anschrift des Unternehmens
  • ggf. Anschrift der Niederlassung
  • Vor- und Nachname des fachlichen Betriebsleiters
  • Geburtsname
  • Geburtsdatum und Staatsangehörigkeit
  • Wohnanschrift und Kontaktdaten
  • ausgeübtes Handwerk
  • Angaben zur Arbeitszeit (täglich/wöchentlich)
  • Angaben zur Vergütung (z. B. Bruttoverdienst/Gewinnentnahme)
  • Angaben zu weiteren Tätigkeiten oder Beschäftigungsverhältnissen
  • Angaben zu Sozialleistungen (z. B. Rente, Arbeitslosengeld)
  • Angaben zur gewerblichen Zuverlässigkeit
  • Nachweise (z. B. Qualifikationsunterlagen, Arbeitsvertrag, Sozialversicherungsnachweis)
  • Ort, Datum und Unterschriften


Die Verarbeitung dieser Daten erfolgt,

  • zur Prüfung der Voraussetzungen für die Eintragung eines Betriebsleiters,
  • zur Feststellung der fachlichen und tatsächlichen Betriebsleitung,
  • zur Sicherstellung der ordnungsgemäßen Ausübung des zulassungspflichtigen Handwerks sowie
  • zur Überwachung der Einhaltung der gesetzlichen Anforderungen.

Rechtsgrundlage ist Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. c DSGVO in Verbindung mit § 10 Handwerksordnung (HWO).

b) Laufende Überwachung des Betriebsleiterverhältnisses
Im Rahmen des bestehenden Betriebsleiterverhältnisses verarbeiten wir personenbezogene Daten auch,

  • zur Überprüfung des tatsächlichen Bestehens des Betriebsleiterverhältnisses,
  • zur Verifikation bei Dritten (z. B. Krankenkassen, Behörden),
  • zur Sicherstellung der persönlichen fachlichen Verantwortung im Betrieb.

Hierbei kann eine Datenübermittlung an zuständige Stellen erfolgen, soweit dies zur Überprüfung erforderlich ist.

Rechtsgrundlage ist Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. c DSGVO.

c) Löschung eines fachlichen Betriebsleiters
Sofern für Ihr Unternehmen ein fachlicher Betriebsleiter aus der Handwerksrolle gelöscht werden soll, ist ein entsprechender Antrag bei der Handwerkskammer einzureichen. Dabei werden insbesondere folgende personenbezogenen Daten verarbeitet:

  • Mitgliedsnummer
  • Firmenname bzw. Name des Inhabers
  • Anschrift des Unternehmens
  • Vor- und Nachname des fachlichen Betriebsleiters
  • Geburtsdatum
  • Wohnanschrift
  • ausgeübtes Handwerk
  • Angaben zur Beendigung der Tätigkeit (Datum der Aufgabe der Tätigkeit bzw. des Austritts)
  • Ort, Datum
  • Unterschrift(en)

Die Verarbeitung dieser Daten erfolgt zur Bearbeitung des Antrags auf Löschung sowie zur ordnungsgemäßen Führung der Handwerksrolle.

Rechtsgrundlage ist Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. c DSGVO in Verbindung mit § 10 Handwerksordnung (HWO).

d) Speicherdauer
Die Löschung bzw. Änderung der Eintragung erfolgt, sofern die gesetzlichen Voraussetzungen vorliegen. Die im Zusammenhang mit der Handwerksrolle verarbeiteten Daten werden nach Löschung entsprechend den gesetzlichen Vorgaben weiterhin gespeichert. Gelöschte Einträge werden gemäß § 13 HWO für einen Zeitraum von 30 Jahren in einem gesonderten Dateisystem aufbewahrt und anschließend gelöscht.

5. Ausübungsberechtigungen und Ausnahmebewilligungen

Zur Ausübung zulassungspflichtiger Handwerke ohne Meisterprüfung oder zur Ausübung wesentlicher Teiltätigkeiten können Anträge auf Erteilung einer Ausübungsberechtigung oder Ausnahmebewilligung gestellt werden.

a) Antrag auf Erteilung einer Ausübungsberechtigung Im Rahmen der Antragstellung auf Erteilung einer Ausübungsberechtigung gemäß §§ 7a, 7b Handwerksordnung (HwO) verarbeiten wir insbesondere folgende personenbezogenen Daten:

  • Vor- und Nachname, Geburtsname
  • Geburtsdatum, Staatsangehörigkeit
  • Anschrift (Straße, PLZ, Ort)
  • Kontaktdaten (Telefonnummer, Mobilnummer, E-Mail-Adresse)
  • Angaben zum beantragten Handwerk bzw. zu Teiltätigkeiten
  • Angaben zum Betrieb (Name und Anschrift)
  • Status (z. B. Betriebsinhaber, fachlicher Betriebsleiter)
  • beruflicher Werdegang (Tätigkeiten, Arbeitgeber, Zeiträume)
  • Angaben zu beruflichen Qualifikationen und Abschlüssen
  • Nachweise (z. B. Zeugnisse, Zertifikate, Arbeitsverträge, Arbeitszeugnisse)
  • Angaben zur Bereitschaft zur Teilnahme an Fachkundeprüfungen oder Lehrgängen
  • Angaben zu bisherigen Anträgen oder Genehmigungen
  • Ort, Datum und Unterschrift   Die Verarbeitung dieser Daten erfolgt,
  • zur Prüfung der gesetzlichen Voraussetzungen für die Erteilung einer Ausübungsberechtigung,
  • zur Bewertung der fachlichen, praktischen und ggf. betriebswirtschaftlichen Qualifikation,
  • zur Durchführung des Verwaltungsverfahrens sowie
  • zur Entscheidung über den Antrag.

Rechtsgrundlage ist Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. c DSGVO in Verbindung mit §§ 7a, 7b Handwerksordnung (HwO).

b) Ausnahmebewilligungen
Sofern eine Ausnahmebewilligung beantragt wird verarbeiten wir zusätzlich:

  • Angaben zu persönlichen Ausnahmegründen
  • detaillierte Begründungen zur Unzumutbarkeit der Meisterprüfung
  • Nachweise über berufliche Erfahrung und Qualifikation
  • Angaben zu Tätigkeiten im In- und Ausland
  • ggf. Nachweise über gewerbliche Zuverlässigkeit
  • ggf. Angaben zu EU-/EWR-Herkunftsstaaten sowie dort erworbenen Qualifikationen

Die Verarbeitung erfolgt,

  • zur Prüfung der Voraussetzungen einer Ausnahmebewilligung,
  • zur Durchführung des behördlichen Entscheidungsverfahrens sowie
  • zur Eintragung in die Handwerksrolle bei positiver Entscheidung.

Rechtsgrundlage ist Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. c DSGVO in Verbindung mit §§ 8, 9 Handwerksordnung (HwO).

c) Beteiligung Dritter und Fachgremien
Im Rahmen der Prüfung können personenbezogene Daten an fachlich zuständige Stellen übermittelt werden, soweit dies erforderlich ist. Dies betrifft insbesondere:

  • Fachkundeausschüsse zur Überprüfung der Qualifikation
  • Innungen oder Berufsvereinigungen (im Rahmen einer Anhörung)
  • zuständige Behörden im In- und Ausland (z. B. zur Verifikation von Nachweisen)

Die Verarbeitung erfolgt auf Grundlage von Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. c DSGVO.

d) Speicherdauer
Die im Rahmen des Antragsverfahrens erhobenen personenbezogenen Daten werden für die Dauer des Verfahrens sowie darüber hinaus entsprechend den gesetzlichen Aufbewahrungsfristen gespeichert.

Sofern eine Eintragung in die Handwerksrolle erfolgt, erfolgt eine Speicherung bis zu 30 Jahre (§ 13 Abs. 5 HwO). Im Übrigen werden die Daten gelöscht, sobald sie für die Durchführung des Verfahrens nicht mehr erforderlich sind und keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten bestehen.

III. Auszubildende und Lehrgangsteilnehmer

1. Lehrlingsrolle

Zur Regelung, Überwachung, Förderung und zum Nachweis der Berufsausbildung in anerkannten Ausbildungsberufen sind wir verpflichtet ein Verzeichnis der in unserem Bezirk bestehenden Berufsausbildungsverhältnisse einzurichten und zu führen. Dabei werden insbesondere folgende personenbezogenen Daten verarbeitet:

  • Vor- und Nachname, Geburtsname
  • Geburtsdatum
  • Anschrift
  • Kontaktdaten
  • Staatsangehörigkeit
  • Schulabschluss
  • Vorausgegangene Teilnahme an berufsborbereitender Qualifizierung oder beruflicher Grundbildung
  • Vorherige Berufsausbildung sowie vorheriges Studium
  • Ausbildungsberuf
  • Angaben zum Ausbildungsverhältnis (Vertragsschluss, Beginn und Ende, Datum der vorzeitigen Auflösung, Probezeit, Vergütung, Förderung)

Wir verarbeiten diese Daten aufgrund einer gesetzlichen Verpflichtung gem. Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. c DSGVO in Verbindung mit § 28 HWO.

Ihre Daten werden ein Jahr nach Beendigung des Ausbildungsverhältnisses aus der Lehrlingsrolle gelöscht und in ein gesondertes Dateisystem überführt. In diesem werden Ihre Daten für 60 Jahre aufbewahrt und anschließend gelöscht, § 28 Abs. 5 und 6 HWO.

2. Lehrgänge und Kurse

Wenn Sie an einem der von uns angebotenen Lehrgänge bzw. Kurse teilnehmen, verarbeiten wir zur Durchführung dieser insbesondere folgende personenbezogenen Daten:

  • Vor- und Nachname
  • Geburtsdatum und -ort
  • Anschrift
  • Telefonnummer
  • Faxnummer
  • E-Mail-Adresse
  • Lehrgangsbezeichnung
  • Gewerk
  • Zeitraum
  • Lehrgangsstunden
  • An- und Abwesenheit
  • Lehrgangskosten
  • Ausbildungsförderung
  • Unterschrift

Wir verarbeiten diese Daten zum Zwecke der Vertragsdurchführung gem. Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. b DSGVO.

Sofern wir aufgrund steuerrechtlicher Vorgaben zur Aufbewahrung vorgenannter Daten verpflichtet sind, löschen wir Ihre Daten spätestens nach 10 Jahren. Andernfalls löschen wir die Daten nach 3 Jahren.

3. Gästehaus

Sofern Sie unser Gästehaus nutzen möchten, verarbeiten wir insbesondere folgende personenbezogenen Daten:

  • Firma/Verein
  • Vor- und Nachname
  • Anschrift
  • Geburtsdatum
  • Lehrgang/Kurs
  • Zimmer-Nummer
  • Anreise- und Abreisedatum, Anzahl der Übernachten Einzelzimmer und Doppelzimmer
  • Preis
  • Rechnungsdatum
  • Quittungsnummer
  • Mängel des Zimmers
  • Verstöße gegen die Hausordnung
  • Unterschrift

Wir verarbeiten diese Daten zum Zwecke der Vertragsdurchführung gem. Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. b DSGVO. Sofern Sie die Ihnen zur Nutzung überlassenen Räume und Mobiliar beschädigen, verarbeiten wir diese Daten zudem gem. Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. f DSGVO (berechtigtes Interesse) zum Zwecke der Geltendmachung von Schadensersatzansprüchen. Das berechtigte Interesse folgt aus dem angegebenen Zweck. Sollten Sie zudem gegen die Hausordnung verstoßen, behalten wir uns zudem das Recht vor, Sie zu verwarnen und ggf. gegen Sie ein Hausverbot auszusprechen. In diesem Fall erfolgt die Verarbeitung Ihrer Daten auf Grundlage unseres berechtigten Interesses gem. Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. f DSGVO. Dieses liegt in der Wahrung unserer Hausordnung sowie dem Schutz unseres Eigentums und der Bewahrung der anderen Gäste vor Beeinträchtigungen.

Sofern wir aufgrund steuerrechtlicher Vorgaben zur Aufbewahrung vorgenannter Daten verpflichtet sind, löschen wir Ihre Daten spätestens nach 10 Jahren. Andernfalls löschen wir die Daten nach 3 Jahren.

4. Prüfungen

Am Ende der Ausbildung bzw. des Lehrganges ist von Ihnen eine Prüfung abzulegen. Dabei werden insbesondere folgende personenbezogenen Daten verarbeitet:

  • Vor- und Nachname
  • Geburtsdatum und -ort
  • Anschrift
  • Ausbildungszeit
  • Art der Prüfung
  • Nachteilsausgleich
  • Anerkennung von vorausgegangenen Prüfungen
  • Ausbildungsbetrieb
  • Ausbildungsnachweise, Berufsschulzeugnis, Zeugnis der Zwischenprüfung/Teil I der Gesellen-/Abschlussprüfung, weitere Ausbildungs- und Tätigkeitsnachweise
  • Noten
  • Unterschrift

Die Verarbeitung dieser Daten erfolgt zur Erfüllung einer gesetzlichen Verpflichtung gem. Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. c DSGVO in Verbindung mit denen für die Prüfung geltenden gesetzlichen Regelungen, insbesondere § 31 ff. HWO, § 37 ff. BBiG und der für die jeweilige Art der Prüfung geltenden Prüfungsordnung.

Gesellen- und Abschlussprüfungen werden nach einem Jahr gelöscht. Im Übrigen erfolgt die Löschung nach 10 Jahren.

 IV. Meister

1. Meisterausbildung

Sofern Sie im Rahmen der Meisterausbildung an Lehrgängen und Kursen teilnehmen, gelten die Ausführungen unter Ziff. III, Nr. 2 analog.

 2. Zulassung zur Meisterprüfung

Für die Feststellung des Vorliegens der Voraussetzung zur Zulassung der Meisterprüfung verarbeiten wir folgende personenbezogenen Daten:

  • Vor- und Nachname
  • Geburtsdatum, -ort und -name
  • Geschlecht
  • Anschrift
  • Staatsangehörigkeit
  • Telefonnummer
  • E-Mail-Adresse
  • Vorliegen einer Behinderung gem. § 2 SGB IX
  • Handwerk
  • Unterlagen (Personalausweis, Zeugnisse, Facharbeiterbrief, Meisterbrief, Arbeitsbescheinigung, Zulassungsbescheid, Prüfungsbescheide, Freigabegenehmigung)
  • Befreiungen von Prüfungsteilen
  • Bereits bestandene Prüfungsteile
  • Unternehmensname

Die Verarbeitung dieser Daten erfolgt zur Erfüllung einer gesetzlichen Verpflichtung gem. Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. c DSGVO in Verbindung mit denen für die Prüfung geltenden gesetzlichen Regelungen, insbesondere § 11 MPVerfV und der für die jeweilige Art der Prüfung geltenden Prüfungsordnung.

Der Antrag auf Zulassung und die Zulassungsentscheidung, die schriftlichen Prüfungsarbeiten sowie die die Befreiungen begründenden Unterlagen sind ein Jahr und die Niederschriften nach § 24 Absatz 1 fünfzehn Jahre nach Abschluss der Meisterprüfung aufzubewahren.

 V. Dozenten

Wir verarbeiten im Rahmen von Verträgen mit Dozenten personenbezogene Daten. Dies sind:

  • Vertragsnummer
  • Vorname, Name
  • Adresse
  • E-Mail-Adresse
  • Abteilungszugehörigkeit
  • Tätigkeit
  • Angaben zum Lehrgang (Lehrgangsbezeichnung, Fächer, Inhalt des Lehrganges, Lehrgangsort, Lehrgangszeitpunkt, Anzahl der Stunden)
  • Honorar
  • Bankverbindung
  • Steuerklasse und ggf. Steuerbefreiung
  • Zeiten der Verhinderung (z.B. bei Urlaub und Erkrankung)
  • Unterschrift
  • Inhaltsdaten aus Korrespondenz
  • Leistungsbewertungen
  • Ggf. Rechnungsnummer
  • Ggf. Rentenstatus, Hinzuverdienstgrenze lt. Rentenbescheid und Rentenart
  • Ggf. andere Tätigkeiten bei anderen Arbeitgebern

Die Verarbeitung dieser Daten erfolgt gem. Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. b DSGVO zur Durchführung und Abwicklung des Dozentenvertrages.

Die für den Vertragsschluss und die Vertragsabwicklung von uns erhobenen personenbezogenen Daten werden bis zum Ablauf von gesetzlichen Verjährungsfristen (grundsätzlich: 3 Jahre, beginnend mit dem Schluss des Jahres, in dem ein Anspruch entstanden ist) gespeichert und danach gelöscht, es sei denn, dass wir nach Artikel 6 Abs. 1 S. 1 lit. c DSGVO aufgrund von steuer- und handelsrechtlichen Aufbewahrungs- und Dokumentationspflichten (aus HGB, StGB oder AO) zu einer längeren Speicherung verpflichtet sind. In diesem Fall beträgt die Aufbewahrungsfrist 10 Jahre. Gleichfalls erfolgt die Aufbewahrung Ihrer Daten über einen längeren Zeitraum als drei Jahre hinaus dann, wenn Sie nach Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. a DSGVO eingewilligt haben.

VI. Sachverständige

1. Öffentliche Bestellung und Vereidigung von Sachverständigen

Für die Bestellung und  Vereidigung von Sachverständigen, werden folgende personenbezogenen Daten verarbeitet:

  • Vor- und Nachname
  • Geburtsdatum
  • Geburtsnam
  • Geschlecht
  • Anschrift
  • Telefonnummer (Festnetz und Mobil)
  • E-Mail-Adresse
  • Internetpräsenz
  • Telefaxnummer
  • Handwerk
  • Handwerksähnliches Gewerbe
  • Stelle, die die besondere Sachkunde überprüft hat
  • Art, Ort und Zeitpunkt der Sachkundeprüfung
  • Betriebsname
  • Stellung innerhalb des Betriebes
  • Inhaber/Geschäftsführer des Betriebes
  • Eintragung im Handelsregister, inkl. HR-Nummer und Name des Amtsgerichtes
  • Eintragung in der Handwerksrolle, inkl. Handwerksrollen-Nr. und Betriebsdaten
  • Eröffnung des Betriebes bzw. Aufnahme der Tätigkeit
  • Zahl und Qualifikation der Mitarbeiter des Betriebs
  • Antworten zur wirtschaftlichen Unabhängigkeit (finanzielle/wirtschaftliche Schwierigkeiten, Abgabe eidesstattliche Versicherung, Insolvenzverfahren)
  • Schulische Bildung
  • Art und Datum der Prüfung
  • Fachrichtung/Fachgebiet
  • Hochschule
  • Praktische Tätigkeit in dem Handwerk
  • Spezialisierung
  • Fortbildung zum Sachverständigen
  • Selbsteinschätzung
  • Angaben zur Innung
  • Vorangegangene Bewerbung als bzw. Bestellung zum Sachverständigen
  • Lichtbild
  • Zeitpunkt und Dauer der Bestellung
  • Unterschrift

Die Handwerkskammer ist gem. Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. c DSGVO i.V.m. § 91 Abs. 1 Nr. 8 und Abs. 4 HWO zur Bestellung und Vereidigung von Sachverständigen verpflichtet. Hierzu gehören insbesondere die Durchführung des Bestellungsverfahren samt Überprüfung der fachlichen Eignung sowie Erstellung des Sachverständigenausweises.

Ihre personenbezogenen Daten werden bei uns nach Ablauf von 10 Jahren nach Erlöschen der Bestellung gelöscht.

2. Sachverständigenregister

Sachverständige, die von der Handwerkskammer Halle (Saale) bestellt und vereidigt worden sind, werden in ein Sachverständigenregister aufgenommen, das auch online unter https://hwkhalle.de/sachverstaendiger/ einsehbar ist.

Dabei werden folgende personenbezogenen Daten verarbeitet:

  •  Vor- und Nachname
  • Anschrift
  • Telefonnummer (Festnetz und Mobil)
  • E-Mail-Adresse
  • Handwerk

Die Eintragung und Veröffentlichung Ihrer Daten in das Sachverständigenregister erfolgt gem. Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. c DSGVO i.V.m. § 8 Sachverständigenordnung der Handwerkskammer Halle (Saale).

Die Löschung Ihrer Daten im Sachverständigenregister erfolgt unverzüglich nach Erlöschen Ihrer Bestellung.

3. Sachverständigentätigkeit

Bei der Durchführung von Sachverständigentätigkeiten verarbeiten wir insbesondere die nachgenannten personenbezogene Daten:

  • Vor- und Nachname
  • Geschäftsanschrift
  • Wohnanschrift
  • Arbeitgeber
  • Beruf
  • Angaben zur Sachverständigentätigkeit (Ort, Gewerk, Zeitraum, Stundenanzahl)
  • Honorar
  • Vertragsnummer

Die Verarbeitung dieser Daten erfolgt auf Basis von Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. b DSGVO (Vertragsdurchführung).

Wir löschen Ihre Daten nach Ablauf der sich aus der Abgabenordnung und dem Handelsgesetzbuch ergebenden steuerrechtlichen Aufbewahrungsfristen, mithin nach spätestens 10 Jahren.

VII. Prüfer und Mitglieder von Prüfungsausschüssen

Im Rahmen der Durchführung von Gesellen-, Abschluss-, Fortbildungs- und Meisterprüfungen bedienen wir uns Prüfern sowie Mitgliedern von Prüfungsausschüssen. In diesem Zusammenhang verarbeiten wir personenbezogene Daten.

1. Bestellung und Tätigkeit als Prüfer

Zur Bestellung, Heranziehung und Verwaltung von Prüfern sowie Mitgliedern von Prüfungsausschüssen verarbeiten wir insbesondere folgende personenbezogenen Daten:

  • Vor- und Nachname
  • Geburtsdatum und Geburtsort
  • Anschrift (privat und geschäftlich)
  • Kontaktdaten (Telefonnummer, Mobilnummer, E-Mail-Adresse)
  • Berufsabschluss und Qualifikationen
  • Tätigkeit und Arbeitgeber / Firmenanschrift
  • Handwerk / Fachrichtung
  • Datum der Meisterprüfung bzw. sonstige Qualifikationsnachweise
  • Akademische Titel
  • Ausbildungsbefugnis

Die Verarbeitung dieser Daten erfolgt,

  • zur Prüfung der fachlichen und persönlichen Eignung,
  • zur Bestellung und Berufung in Prüfungsausschüsse,
  • zur Organisation und Durchführung von Prüfungen sowie
  • zur Kommunikation im Rahmen der Prüfertätigkeit.

Rechtsgrundlage der Verarbeitung ist Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. c DSGVO in Verbindung mit:

  • §§ 33, 34, 35 Handwerksordnung (HWO) (Errichtung und Besetzung von Prüfungsausschüssen),
  • §§ 40, 41 Berufsbildungsgesetz (BBiG) (Prüfungsausschüsse),
  • §§ 47 ff. HWO (Meisterprüfungsausschüsse),
  • §§ 37 ff. BBiG (Durchführung von Abschlussprüfungen).

2. Erarbeitung und Korrektur von Prüfungsaufgaben

Sofern Sie als Prüfer mit der Erstellung oder Korrektur von Prüfungsaufgaben betraut sind, verarbeiten wir folgende personenbezogene Daten:

  • Vor- und Nachname
  • Anschrift
  • Vertrags-, Erarbeitungs- oder Korrekturnummer
  • Angaben zur Tätigkeit (Art der Prüfung, Prüfungsfach, Zeitumfang, Anzahl der Prüfungsteilnehmer)
  • Abrechnungs- und Entschädigungsdaten
  • Unterschrift

Die Verarbeitung erfolgt zur Durchführung und Abwicklung der übertragenen Aufgaben sowie zur Qualitätssicherung des Prüfungswesens.

Rechtsgrundlage ist Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. b DSGVO (Durchführung eines schuldrechtlichen Verhältnisses) sowie Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. c DSGVO in Verbindung mit:

  • §§ 37 ff. BBiG (Abschlussprüfungen),
  • §§ 31 ff. HWO (Gesellenprüfungen),
  • §§ 45, 51a BBiG (Fortbildungsprüfungen),
  • §§ 45, 51 HWO i.V.m. Meisterprüfungsverfahrensverordnung (MPVerfVO) (Meisterprüfungen).

3. Entschädigungen und Reisekosten

Zur Abrechnung von Aufwandsentschädigungen und Reisekosten verarbeiten wir insbesondere:

  • Vor- und Nachname
  • Anschrift
  • Bankverbindung
  • Angaben zu Einsatztagen, Einsatzzeiten und Tätigkeiten
  • Angaben zu Fahrtkosten und sonstigen Aufwendungen
  • Abrechnungsdaten
  • Unterschrift

Die Verarbeitung erfolgt zur Durchführung der Entschädigungsabrechnung.

Rechtsgrundlage ist Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. b DSGVO sowie Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. c DSGVO in Verbindung mit

  • §§ 40 Abs. 6 BBiG, 34 Abs. 9 HWO (ehrenamtliche Tätigkeit in Prüfungsausschüssen),
  • Entschädigungsordnungen der Handwerkskammer Halle (Saale).

4. Speicherdauer

Die im Rahmen der Prüfertätigkeit erhobenen personenbezogenen Daten werden für die Dauer der Tätigkeit sowie entsprechend den gesetzlichen Aufbewahrungsfristen gespeichert.

Diese betragen regelmäßig:

  • 10 Jahre für steuerrechtliche relevante Unterlagen
  • 15 Jahre bei Meister- und Fortbildungsprüfungen (vgl. § 25 MPVerfVO),
  • 30 Jahre bei Gesellen-, Abschluss- und Umschulungsprüfungen (vgl. § 31 Prüfungsordnung für die Durchführung von Gesellen- und Umschulungsprüfungen der Handwerkskammer Halle (Saale)).

Nach Ablauf der jeweiligen Fristen werden die Daten gelöscht.

VIII. Sonstiges

1. Arbeitsförderung (AZAV-Maßnahmen)

Im Rahmen von Maßnahmen zur Arbeitsförderung nach dem Dritten Buch Sozialgesetzbuch (SGB III) ist die Absolvierung eines Praktikums Bestandteil der Maßnahme. Die während des Praktikums erbrachten Leistungen werden durch den Praktikanten und den Praktikumsbetrieb wechselseitig beurteilt und uns als Maßnahmenträger zur Verfügung gestellt.

Hierbei werden folgende personenbezogene Daten verarbeitet:

  • Vor- und Nachname
  • Maßnahme-Nr.
  • Maßnahme
  • Praktikumsbetrieb
  • Branche
  • Zeitraum des Praktikums
  • Kontaktinformationen (Telefonnummer, Faxnummer, E-Mail-Adresse)
  • Beurteilung (Sozialverhalten, Fähigkeiten, Leistungen, organisatorische Aspekte)
  • Inhaltsangaben (Freitextfelder, Verbesserungsvorschläge)
  • Datum
  • Unterschrift

Die Verarbeitung dieser Daten erfolgt zum Zwecke der Durchführung der Maßnahme sowie der damit verbundenen vertraglichen Pflichten gemäß Art. 6 Abs. 1 Satz 1 lit. b DSGVO.

Darüber hinaus erfolgt die Verarbeitung zur Erfüllung unserer rechtlichen Verpflichtungen als Maßnahmenträger, insbesondere zur Dokumentation, Qualitätssicherung und Nachweisführung im Rahmen von Maßnahmen der Arbeitsförderung auf Grundlage von Art. 6 Abs. 1 Satz 1 lit. c DSGVO i.V.m. § 176 ff. SGB III sowie der Akkreditierungs- und Zulassungsverordnung Arbeitsförderung (AZAV).

Empfänger der personenbezogenen Daten sind ausschließlich Stellen, die diese Daten zur ordnungsgemäßen Durchführung, Betreuung und Nachweisführung der Maßnahme benötigen. Hierzu zählen insbesondere:

  • der jeweilige Praktikumsbetrieb, soweit dies für die Durchführung des Praktikums und die Erstellung der Beurteilung erforderlich ist,
  • die Bundesagentur für Arbeit bzw. das zuständige Jobcenter, soweit dies im Rahmen der Förderung, Abrechnung, Prüfung oder Kontrolle der Maßnahme gesetzlich vorgesehen ist,
  • fachkundige Stellen im Rahmen von Prüfungen und Überwachungen nach der Akkreditierungs- und Zulassungsverordnung Arbeitsförderung (AZAV),
  • ggf. weitere gesetzlich berechtigte öffentliche Stellen im Rahmen ihrer jeweiligen Zuständigkeiten.

Eine darüberhinausgehende Weitergabe der Daten erfolgt nicht. Eine Übermittlung in Drittstaaten findet nicht statt.

Die personenbezogenen Daten werden für die Dauer der Maßnahme sowie darüber hinaus entsprechend den gesetzlichen Aufbewahrungs- und Nachweispflichten gespeichert. Soweit steuer- oder sozialrechtliche Aufbewahrungspflichten bestehen, erfolgt die Löschung nach Ablauf von 10 Jahren. Bestehen keine entsprechenden Verpflichtungen mehr, werden die Daten spätestens nach 5 Jahren nach Abschluss der Maßnahme gelöscht.

2. Bewertungs- und Umfragebögen

Zur Sicherung und kontinuierlichen Verbesserung der Qualität unserer Bildungs-, Unterbringungs- und Verpflegungsleistungen führen wir Bewertungen und Umfragen durch. Diese betreffen insbesondere die Ausbildungsangebote, das Gästehaus und die Mensa.

Die Erhebung erfolgt ausschließlich zu Zwecken der internen Qualitätssicherung und der Weiterentwicklung von Bildungsangeboten.

Im Rahmen der genannten Bewertungs- und Umfragebögen werden, abhängig vom konkreten Formular, folgende personenbezogene Daten verarbeitet:

  • Lehrgangsbezeichnung
  • Lehrgangsnummer
  • Lehrgangszeitraum
  • Maßnahme / Bildungsangebot
  • Standort
  • Name der bewertenden Person (freiwillige Angabe, sofern vorgesehen)
  • Name bzw. Zuordnung von Dozenten
  • Name des Auszubildenden
  • Bewertungs- und Zufriedenheitsangaben (z. B. Schulnoten, Skalenbewertungen, Freitextanmerkungen)

Sofern eine Namensangabe vorgesehen ist, erfolgt diese freiwillig. Die Bögen können grundsätzlich auch anonym ausgefüllt werden.

Die Verarbeitung der personenbezogenen Daten erfolgt auf Grundlage von Art. 6 Abs. 1 Satz 1 lit. f DSGVO (berechtigtes Interesse). Das berechtigte Interesse liegt insbesondere in:

  • der Sicherstellung und Verbesserung der Qualität von Bildungsleistungen,
  • der Evaluation von Lehrgängen, Dozenten und organisatorischen Rahmenbedingungen,
  • der Weiterentwicklung von Unterbringungs- und Verpflegungsangeboten,
  • der Erfüllung von Qualitätsanforderungen nach Berufsbildungs- und Förderrecht (z. B. ÜLU, AZAV-bezogene Qualitätssicherung).

Die Bewertungs- und Umfragebögen werden nur so lange gespeichert, wie dies für die Zwecke der Qualitätssicherung und Dokumentation erforderlich ist, und spätestens nach zwei Jahren gelöscht.

3. Nutzungsverträge

Im Rahmen der Überlassung von Räumlichkeiten und Einrichtungen des Bildungs- und Technologiezentrums (BTZ) der Handwerkskammer Halle (Saale) schließen wir Nutzungsverträge mit externen Nutzern ab. In diesem Zusammenhang verarbeiten wir personenbezogene Daten.

a) Abschluss und Durchführung von Nutzungsverträgen
Zur Anbahnung, zum Abschluss und zur Durchführung von Nutzungsverträgen verarbeiten wir insbesondere folgende personenbezogenen Daten:

  • Name des Vertragspartners bzw. der Institution / Firma
  • Name, Vorname und Funktion der vertretungsberechtigten Person
  • Anschrift (Straße, Hausnummer, PLZ, Ort)
  • Kontaktdaten (Telefonnummer, E-Mail-Adresse)
  • Angaben zur Veranstaltung (Art, Datum, Dauer)
  • Angaben zu den genutzten Räumlichkeiten (Gebäude, Raum, Ausstattung)
  • Vertragsinhalte (z. B. Nutzungszeitraum, Nutzungszweck, vereinbarte Leistungen)
  • Entgelt- bzw. Gebührenangaben
  • Datum und Unterschrift

Die Verarbeitung dieser Daten erfolgt,

  • zur Identifikation des Vertragspartners,
  • zur Vorbereitung und zum Abschluss des Nutzungsvertrages,
  • zur Bereitstellung der vereinbarten Räumlichkeiten und Einrichtungen,
  • zur Sicherstellung eines ordnungsgemäßen Betriebsablaufs sowie
  • zur Kommunikation im Rahmen des Vertragsverhältnisses.

Rechtsgrundlage ist Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. b DSGVO (Vertragsanbahnung und -durchführung).

b) Einhaltung der Nutzungsbedingungen und Hausordnung
Im Rahmen der Nutzung der Räumlichkeiten verarbeiten wir personenbezogene Daten auch zur:

  • Überwachung der Einhaltung der Hausordnung,
  • Sicherstellung der ordnungsgemäßen Nutzung der Räume und Einrichtungen,
  • Dokumentation von Störungen oder Vertragsverstößen,
  • Geltendmachung etwaiger Schadensersatzansprüche.

Rechtsgrundlage ist Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. f DSGVO. Das berechtigte Interesse liegt in der Wahrung der Betriebssicherheit, dem Schutz des Eigentums sowie der Durchsetzung der vertraglich vereinbarten Nutzungsbedingungen.

c) Abrechnung und Zahlungsabwicklung
Zur Abrechnung der Nutzungsgebühren verarbeiten wir insbesondere:

  • Vertrags- und Abrechnungsdaten
  • Angaben zur Nutzung (Zeitraum, Räume, Leistungen)
  • Zahlungsinformationen (z. B. Rechnungsdaten)

Die Verarbeitung erfolgt zur Durchführung der vertraglich vereinbarten Vergütung.

Rechtsgrundlage ist Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. b DSGVO sowie Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. c DSGVO in Verbindung mit steuer- und handelsrechtlichen Aufbewahrungspflichten (insbesondere HGB, AO).

c) Speicherdauer
Die im Rahmen des Nutzungsvertrages erhobenen personenbezogenen Daten werden für die Dauer des Vertragsverhältnisses sowie darüber hinaus entsprechend den gesetzlichen Aufbewahrungsfristen gespeichert.

Vertrags- und abrechnungsrelevante Daten werden regelmäßig 10 Jahre aufbewahrt (HGB, AO).
Sonstige Daten werden gelöscht, sobald sie für die Vertragsdurchführung nicht mehr erforderlich sind und keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten bestehen.

4. Streitschlichtung
Zur Durchführung von außergerichtlichen Streitschlichtungsverfahren bieten wir die Möglichkeit der Anrufung einer Schlichtungsstelle an. In diesem Zusammenhang verarbeiten wir insbesondere folgende personenbezogenen Daten:

  • Vor- und Nachname des Antragstellers und des Antragsgegners
  • ggf. Firmenname
  • Anschrift (Straße, PLZ, Ort)
  • Kontaktdaten (Telefonnummer, E-Mail-Adresse)
  • Angaben zum Streitgegenstand
  • Sachverhaltsdarstellungen und Begründungen
  • eingereichte Unterlagen (z. B. Verträge, Rechnungen, Schriftwechsel)
  • Aktenzeichen
  • Ort, Datum
  • Unterschrift

Die Verarbeitung dieser Daten erfolgt,

  • zur Bearbeitung des Schlichtungsantrags,
  • zur Durchführung des außergerichtlichen Streitbeilegungsverfahrens,
  • zur Kommunikation mit den Verfahrensbeteiligten sowie
  • zur Dokumentation des Verfahrensverlaufs.

Rechtsgrundlage ist Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. b DSGVO (Durchführung vorvertraglicher Maßnahmen bzw. eines schuldrechtlichen Verhältnisses).

Im Rahmen des Schlichtungsverfahrens werden personenbezogene Daten an die jeweils beteiligte Gegenseite übermittelt, soweit dies zur Durchführung des Verfahrens erforderlich ist.

Darüber hinaus können Daten an interne Stellen der Handwerkskammer (insbesondere zuständige Fachabteilungen) weitergegeben werden.

Eine darüberhinausgehende Weitergabe erfolgt nicht, sofern keine gesetzliche Verpflichtung besteht.

Die im Rahmen des Schlichtungsverfahrens erhobenen personenbezogenen Daten werden für die Dauer des Verfahrens sowie darüber hinaus gespeichert, soweit dies zur Dokumentation oder aufgrund gesetzlicher Aufbewahrungspflichten erforderlich ist.

Sofern keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten bestehen, werden die Daten in der Regel spätestens nach 3 Jahren nach Abschluss des Verfahrens gelöscht. Steuerrechtlich relevante Daten werden spätestens nach 10 Jahren gelöscht.

5. Beratung

Wir bieten Beratungsleistungen für Mitgliedsunternehmen sowie Existenzgründer an. In diesem Zusammenhang verarbeiten wir insbesondere folgende personenbezogenen Daten:

  • Vor- und Nachname der Ansprechpartner
  • Firmenname und Betriebsart
  • Anschrift des Unternehmens
  • Kontaktdaten (Telefonnummer, Mobilnummer, E-Mail-Adresse, ggf. Internetseite)
  • Angaben zur Betriebsgröße
  • Angaben zur Art der Beratung (z. B. Existenzgründung, Bestandsbetrieb, Einzel- oder Gruppenberatung)
  • Beratungsinhalte und Themen
  • Angaben zu Beratungsdauer, Ort und Zeitpunkt
  • interne Vorgangs- und Beraternummern

Die Verarbeitung dieser Daten erfolgt,

  • zur Durchführung und Dokumentation der Beratung,
  • zur individuellen Unterstützung von Betrieben und Gründern,
  • zur Qualitätssicherung und internen Auswertung der Beratungsleistungen sowie
  • zur organisatorischen Abwicklung der Beratung.

Rechtsgrundlage ist Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. b DSGVO (Durchführung vorvertraglicher Maßnahmen bzw. eines Beratungsverhältnisses) sowie Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. f DSGVO. Das berechtigte Interesse liegt in der ordnungsgemäßen Durchführung und Weiterentwicklung der Beratungsangebote.

Sofern die Beratung im Rahmen von Förderprogrammen erfolgt, können personenbezogene Daten an Fördermittelgeber übermittelt werden, soweit dies zur Prüfung, Abrechnung und Evaluation der Maßnahme erforderlich ist.

Empfänger können insbesondere sein:

  • Bundes- oder Landesbehörden (z. B. Fördermittelgeber),
  • beauftragte Projektträger oder Prüfstellen.

Die Weitergabe erfolgt auf Grundlage von Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. c DSGVO.

Im Rahmen geförderter Beratungen kann eine Einwilligung zur weitergehenden Verarbeitung personenbezogener Daten (z. B. für statistische Auswertungen) eingeholt werden.

Rechtsgrundlage ist in diesen Fällen Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. a DSGVO. Eine erteilte Einwilligung kann jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen werden.

Die im Rahmen der Beratung erhobenen personenbezogenen Daten werden für die Dauer der Beratung sowie darüber hinaus gespeichert, soweit dies zur Dokumentation, Qualitätssicherung oder aufgrund gesetzlicher Aufbewahrungspflichten erforderlich ist. Sofern keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten bestehen, werden die Daten in der Regel spätestens nach 3 Jahren gelöscht. Bei geförderten Maßnahmen beträgt die Aufbewahrungsfrist bis zu 10 Jahre.

IX. Weitergabe von Daten an Dritte

Eine Übermittlung Ihrer persönlichen Daten an Dritte zu anderen als den zuvor oder nachfolgend aufgeführten Zwecken findet nicht statt.

Soweit dies nach Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. b DSGVO für die Abwicklung des Vertragsverhältnisses mit Ihnen erforderlich ist, werden Ihre personenbezogenen Daten an Dritte weitergegeben. Hierzu gehört insbesondere die Weitergabe an Dienstleister zur Erfüllung unserer vertraglichen und gesetzlichen Verpflichten sowie an Wirtschaftsprüfer, Steuerberater, Finanzamt und im Falle von Leistungsstörungen an Rechtsanwaltskanzleien, Gerichte und andere öffentliche Behörden zum Zwecke der Korrespondenz sowie zur Verteidigung oder Geltendmachung unserer Rechte.

X. Betroffenenrechte

Sie haben das Recht:

  • gemäß Art. 7 Abs. 3 DSGVO Ihre einmal erteilte Einwilligung jederzeit gegenüber uns zu widerrufen. Dies hat zur Folge, dass wir die Datenverarbeitung, die auf dieser Einwilligung beruhte, für die Zukunft nicht mehr fortführen dürfen
  • gemäß Art. 15 DSGVO Auskunft über Ihre von uns verarbeiteten personenbezogenen Daten zu verlangen. Insbesondere können Sie Auskunft über die Verarbeitungszwecke, die Kategorie der personenbezogenen Daten, die Kategorien von Empfängern, gegenüber denen Ihre Daten offengelegt wurden oder werden, die geplante Speicherdauer, das Bestehen eines Rechts auf Berichtigung, Löschung, Einschränkung der Verarbeitung oder Widerspruch, das Bestehen eines Beschwerderechts, die Herkunft ihrer Daten, sofern diese nicht bei uns erhoben wurden, sowie über das Bestehen einer automatisierten Entscheidungsfindung einschließlich Profiling und ggf. aussagekräftigen Informationen zu deren Einzelheiten verlangen
  • gemäß Art. 16 DSGVO unverzüglich die Berichtigung unrichtiger oder Vervollständigung Ihrer bei uns gespeicherten personenbezogenen Daten zu verlangen
  • gemäß Art. 17 DSGVO die Löschung Ihrer bei uns gespeicherten personenbezogenen Daten zu verlangen, soweit nicht die Verarbeitung zur Ausübung des Rechts auf freie Meinungsäußerung und Information, zur Erfüllung einer rechtlichen Verpflichtung, aus Gründen des öffentlichen Interesses oder zur Geltendmachung, Ausübung oder Verteidigung von Rechtsansprüchen erforderlich ist
  • gemäß Art. 18 DSGVO die Einschränkung der Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten zu verlangen, soweit die Richtigkeit der Daten von Ihnen bestritten wird, die Verarbeitung unrechtmäßig ist, Sie aber deren Löschung ablehnen und wir die Daten nicht mehr benötigen, Sie jedoch diese zur Geltendmachung, Ausübung oder Verteidigung von Rechtsansprüchen benötigen oder Sie gemäß Art. 21 DSGVO Widerspruch gegen die Verarbeitung eingelegt haben
  • gemäß Art. 20 DSGVO Ihre personenbezogenen Daten, die Sie uns bereitgestellt haben, in einem strukturierten, gängigen und maschinenlesebaren Format zu erhalten oder die Übermittlung an einen anderen Verantwortlichen zu verlangen und
  • gemäß Art. 21 DSGVO Widerspruch gegen die Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten einzulegen, soweit dafür Gründe vorliegen, die sich aus Ihrer besonderen Situation ergeben
  • gemäß Art. 77 DSGVO sich bei einer Aufsichtsbehörde zu beschweren. In der Regel können Sie sich hierfür an die Aufsichtsbehörde Ihres üblichen Aufenthaltsortes oder Arbeitsplatzes oder unseres Firmensitzes wenden

Möchten Sie von einem oder mehreren der vorgenannten Rechte Gebrauch machen, genügt eine E-Mail an datenschutz@robin-data.io.