
Am Standort Halle-Osendorf wird derzeit ein neues Bildungs- und Technologiezentrum errichtet. Der Schwerpunkt der Bauarbeiten liegt weiterhin auf dem Innenausbau, der in mehreren Bereichen parallel umgesetzt wird. Auf der Südseite werden die Werkstätten für Elektrotechnik, Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik sowie Metall- und Schweißtechnik eingerichtet. Dort laufen die Arbeiten an der Technischen Gebäudeausrüstung (TGA) wie vorgesehen. So werden die Voraussetzungen geschaffen, um weitere Ausbaugewerke anschließen zu können. Aktuell werden unter anderem Kabeltrassen montiert, Lüftungskanäle verlegt und Rohrleitungen installiert. Parallel dazu entstehen erste Trockenbauwände, in denen die Leitungen bereits geführt werden.
Dachbereich fast fertig
Auch an den Gebäudehüllen sind deutliche Fortschritte sichtbar: Mit der fertiggestellten Profilbauglasfassade ist der Baukörper auf der Südseite inzwischen im oberen Bereich geschlossen. Die eigentlichen Fensterfronten wurden provisorisch abgedichtet, so dass der Innenausbau ohne Einschränkungen fortgeführt werden kann. Auf der Nordseite werden die Fassadenarbeiten derzeit finalisiert. Dort konnten bereits Arbeiten beginnen, die noch keine vollständig geschlossene Gebäudehülle voraussetzen – etwa die Montage von Trassen oder die Verlegung von Lüftungskanälen. Parallel dazu laufen im Dachbereich die letzten Arbeiten, um auch hier die Gebäude vollständig wasserdicht zu verschließen.
Im Innenbereich beginnen die nächsten Schritte des Ausbaus. In den südlichen Hallen haben die Trockenbauarbeiten eingesetzt, zudem starten dort die Vorinstallationen für die Sanitäranlagen. Während die Leitungen bereits in den Wänden verlegt sind, folgen nun schrittweise die eigentlichen Installationen und der Einbau erster Sanitärgegenstände. Gleichzeitig laufen in den Hallen mehrere Ausbauarbeiten parallel, darunter Arbeiten der Stark- und Schwachstromtechnik, Lüftungstechnik sowie Estricharbeiten. Die zukünftigen Werkstatt- und Unterrichtsbereiche nehmen damit zunehmend Gestalt an.
Verzögerungen
Trotz des sichtbaren Baufortschritts zeigen sich auch Herausforderungen im Bauablauf. So verzögert sich in Teilbereichen der Einbau von Metall- und Glaselementen, die ursprünglich bereits im Herbst 2025 vorgesehen waren und für einen geschlossenen Baukörper im Winter notwendig gewesen wären. Hintergrund ist ein laufendes Vergabeverfahren, in dem es zu einer juristischen Auseinandersetzung zwischen zwei Bietern, Handwerksbetrieben aus dem Kammergebiet, gekommen ist. Eine Klärung steht noch aus. „Aus Sicht der Praxis ist das Vergaberecht in seiner aktuellen Form jedoch dringend reformbedürftig, da solche Verfahren Bauprojekte erheblich verzögern können“, betont Dirk Neumann, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Halle. Um die Arbeiten dennoch fortführen zu können, wurden für die betroffenen Bereiche provisorische Lösungen zur Witterungsabschottung umgesetzt.
Das Campusprojekt wird gefördert durch Mittel des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (über das Bundesinstitut für Berufsbildung), des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle), des Landes Sachsen-Anhalt (vertreten durch das Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Gleichstellung) sowie der Handwerkskammer Halle.
Campus-Infos und Webcam-Übertragung: www.hwkhalle.de/campus-handwerk