Bester Metallbauermeister 2025 Leon Thiele

Leon Thiele ist bester Metallbauermeister 2025. Für den 28-jährigen bedeutet Handwerk, eigene Ideen mit den Händen Wirklichkeit werden zu lassen. Seine Meisterausbildung war für ihn ein wichtiger Schritt zur fachlichen aber auch persönlichen Weiterentwicklung.

Der Metallbaumeister Leon Thiele schaut in die Kamera, wärend er mit einem gelben Maßband ein großes Stahlbauteil in einer Werkhalle misst.
HWK Halle

Warum ist Metallbauer genau der richtige Beruf für Sie?

Am Metallbau, wie auch am Handwerk im Allgemeinen, faszinierte mich schon immer der Fakt, dass man etwas mit seinen eigenen Händen erschafft. Am Ende des Tages manifestieren sich die eigenen Vorstellungen, Fähigkeiten und Anstrengungen zu einem Werk, das man sehen und spüren kann und letztendlich einen Nutzen erfüllt. Dies hat für mich seinen ganz eigenen und unverwechselbaren Charme und Charakter.

Weshalb haben Sie sich für die Meisterausbildung entschieden?

Die Möglichkeit der Weiterentwicklung auf beruflicher und vor allem persönlicher Ebene war meine Triebfeder, die Meisterausbildung zu beginnen. Der Mensch wächst mit seinen Aufgaben und Herausforderungen.

Was hat Ihnen an Ihrer Zeit in der Meisterschule besonders gut gefallen?

Besonders gefallen hat mir der Zusammenhalt innerhalb der Gruppe in meiner Klasse. Aus  vielen einzelnen Persönlichkeiten wuchs über die Jahre voller Stress, Hürden und Prüfungen ein Team, das sich immer gegenseitig unterstützt hat. Hiermit bedanke ich mich nochmal bei jedem Einzelnen und wünsche euch alles Gute auf eurem weiteren Weg.

Welche Herausforderungen gab es während Ihrer Meisterausbildung zu überwinden und wie haben Sie diese gemeistert?

Die größte Herausforderung in dieser Zeit war es, die verschiedenen Lebensbereiche Privatleben, Beruf und Weiterbildung miteinander in Einklang zu bringen. Die berufsbegleitende Variante der einzelnen Kurse ist herausfordernd und geht nicht spurlos an einem vorbei. Es ist auch eine Zeit voller Entbehrungen für einen persönlich und vor allem für die Menschen im eigenen Umfeld. Umso dankbarer bin ich, dass ich von meiner Familie über die ganze Zeit hinweg die volle Rückendeckung erhalten habe. Ohne diese Unterstützung wäre vieles nicht möglich gewesen. Während der Meisterausbildung  bin ich Vater einer wundervollen Tochter geworden, was mich besonders mit Stolz erfüllt. Mein ganz persönliches „Meisterstück“.

Der Metallbaumeister Leon Thiele schaut in die Kamera während er auf dem Gestell einer großen Metallbearbeitungsmaschine in einer Werkhalle sitzt.
HWK Halle

Was zeichnet Ihrer Meinung nach eine herausragende Handwerksmeisterin/einen herausragenden Handwerksmeister aus?

Dass man immer offen bleibt für neue Ideen und Anregungen, ist für mich die wichtigste persönliche Eigenschaft, die man mitbringen muss. Man sollte nie zu sehr in seiner eigenen Meinung und Einstellung verharren, um die Möglichkeit zu wahren, für sich nützliche Innovationen oder Lösungsansätze zu erkennen.

Gab es seit Ihrer Meisterausbildung neue Aufgaben oder Verantwortlichkeiten für Sie in Ihrem Unternehmen?

Seit meinem erfolgreichen Abschluss habe ich die Arbeitsvorbereitung sowie den technischen Einkauf als Abteilungsleiter in meinem Unternehmen, der Unger Stahlbau Brehna GmbH, übernommen. Dabei bereite ich die notwendigen Unterlagen für die Fertigung auf und sorge dafür, dass die zur Herstellung erforderlichen Materialien und späteren Stahlerzeugnisse zur richtigen Zeit am richtigen Ort zur Verfügung stehen. Hierbei handelt es sich um ein umfangreiches und abwechslungsreiches Aufgabenspektrum, bei dem kein Tag dem anderen gleicht.

Alle Türen stehen einem offen, solange man den notwendigen Ehrgeiz dafür aufbringen kann.

Leon Thiele

Welche Ratschläge würden Sie jungen Menschen geben, die eine Karriere im Handwerk anstreben?

Ich würde ihnen mit auf den Weg geben, dass einem alle Türen offenstehen, solange man den notwendigen Ehrgeiz dafür aufbringen kann. Es zahlt sich meiner Meinung nach immer aus, an einer Sache dranzubleiben, sein Bestes zu geben und dafür zu kämpfen. Gerade im Handwerk gibt es eine mannigfaltige Auswahl an Möglichkeiten, sich weiterzuentwickeln oder gar völlig neu zu orientieren. Am Ende muss man es nur wollen und aus seiner eigenen Komfortzone ausbrechen.

Welche Hobbys oder Interessen haben Sie außerhalb Ihres Berufes?

Was sich wie ein roter Faden durch mein gesamtes Leben zieht, ist die Begeisterung für Tiere aller Art und Form. Angefangen von Haustieren über Insekten bis hin zu dem Wunsch, eines Tages mit Weißen Haien in Australien zu tauchen, ist alles dabei. Mich fasziniert die Vielfalt, welche das Leben auf unserem Planeten hervorgebracht hat. Seit ich denken kann, hatte ich fast durchweg ein Haustier an meiner Seite und bin sehr dankbar für all diese wunderschönen Momente und Erfahrungen. Man mag zwar nicht die gleiche Sprache sprechen, aber man kann auch einige Dinge von ihnen lernen, manchmal auch über sich selber.