Bester Maler- und Lackierermeister 2025 Marcel Kaiser

Marcel Kaiser ist bester Maler- und Lackierermeister 2025. Mit Ende 39 entschied er sich nach langjähriger Berufserfahrung für die Meisterausbildung. Was ihn dazu bewegt hat und wie er die Zeit erlebt hat, erzählt er im Gespräch mit der Handwerkskammer Halle.

Der ausgezeichnete Handwerksmeister Marcel Kaiser schaut in die Kamera während er vor dem Firmenfahrzeug seines Betriebs steht und die linke Hand an der Schiebetür hält, um sie zu öffnen.
HWK Halle

Warum war der Beruf des Malers und Lackierers genau der richtige Beruf für Sie?

Mir gefällt die Verbindung aus handwerklichem Können, Kreativität und dem Umgang mit Menschen. Es ist ein schönes Gefühl, mit den eigenen Händen etwas zu schaffen und mit meiner Arbeit dazu beizutragen, dass jemand am Ende zufrieden ist.

Warum haben Sie sich für die Meisterausbildung entschieden?

Nach meiner langjährigen Berufserfahrung war der Meister für mich der nächste Schritt. Ich wollte mich beruflich und persönlich weiterentwickeln, mehr Verantwortung übernehmen, mein Fachwissen erweitern und mehr über Führung, Organisation und die wirtschaftliche Seite eines Betriebes lernen.

Welche Herausforderungen mussten Sie während Ihrer Meisterausbildung überwinden und wie haben Sie diese gemeistert?

Es war definitiv ein harter Weg. Mit Ende 39 noch einmal die Schulbank zu drücken und neben Beruf und Privatleben Zeit fürs Lernen zu finden, war eine große Herausforderung. Mit Disziplin, Durchhaltevermögen sowie der Unterstützung meiner Familie und Freunde habe ich diesen Weg gemeistert.

Was zeichnet Ihrer Meinung nach einen herausragenden Handwerksmeister aus?

Ein guter Handwerksmeister sollte fachlich kompetent sein, Verantwortung übernehmen und gleichzeitig menschlich bleiben. Für mich gehört dazu, Mitarbeiter mitzunehmen, ihnen zuzuhören und Wissen weiterzugeben. Man sollte den Überblick behalten, Entscheidungen treffen und hinter dem stehen, was man tut.

Gibt es ein berufliches Projekt oder eine Arbeit, auf die Sie besonders stolz sind?

Besonders stolz bin ich auf mein Meisterstück. Dabei konnte ich meine handwerklichen Fähigkeiten mit meiner Leidenschaft für das Maritime verbinden. Mir war wichtig, nicht nur eine handwerklich saubere Arbeit abzuliefern, sondern etwas zu schaffen, das meine Persönlichkeit widerspiegelt. Dass ich damit im Rahmen meiner Meisterprüfung Jahrgangsbester in meinem Gewerk geworden bin, macht mich besonders stolz.

Das Meisterstück des Maler- und Lackierermeisters Marcel Kaiser. Zu sehen ist ein Empfangsbereich mit dekorativer Wand- und Oberflächengestaltung in maritimem Design mit goldenen Ankern und Steuerrädern auf blauem Hintergrund.
HWK Halle

Welche Ratschläge würden Sie jungen Menschen geben, die eine Karriere im Handwerk anstreben?

Glaubt an euch und unterschätzt das Handwerk nicht. Es gibt viele Möglichkeiten, sich weiterzuentwickeln. Man sollte sich Ziele setzen und auch dann weitermachen, wenn es einmal schwierig wird. Mein eigener Weg hat mir gezeigt, dass es nie zu spät ist, etwas Neues zu beginnen.

Der Meisterabschluss hat für mich neue Türen geöffnet.

Marcel Kaiser

Wie bleiben Sie in Ihrem Fachgebiet auf dem neuesten Stand?

Durch Weiterbildungen, den Austausch mit Kollegen und Herstellern sowie durch Fachinformationen. Gerade im Malerhandwerk gibt es ständig neue Materialien, Techniken und Anforderungen. Als Meister sehe ich es als meine Aufgabe, mich weiterzubilden und dieses Wissen an meine Mitarbeiter weiterzugeben.

Gab es seit Ihrer Meisterausbildung neue Aufgaben oder Verantwortlichkeiten für Sie in Ihrem Unternehmen?

Ja. Der Meisterabschluss hat für mich neue Türen geöffnet. Heute bin ich in einem neuen Betrieb als Betriebsleiter tätig und unter anderem für die Bereiche Maler und Bodenleger verantwortlich.

Wem wollen Sie für die Unterstützung während der Meisterschule danken und warum?

Mein größter Dank gilt meiner Frau Kristin, die mich während der Meisterschule immer unterstützt und mir den Rücken freigehalten hat. Danken möchte ich auch meinen Freunden Lars und Thomas, die immer ein offenes Ohr für mich hatten. Außerdem meinen Mitschülern. Der Zusammenhalt in unserer Gruppe war etwas Besonderes. Wir haben uns gegenseitig geholfen, motiviert und Mut gemacht.