Presseinformation Mindestlohnerhöhung verstärkt Kostendruck

Handwerk: Tarifautonomie muss Vorrang haben.

Münzen
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Die Bundesregierung hat eine deutliche Anhebung des Mindestlohns beschlossen. Er soll von jetzt 12,82 Euro auf 13,90 Euro ab 1. Januar 2026 und ein Jahr später auf 14,60 Euro pro Stunde anwachsen. Die Minijob-Grenze wird ebenfalls angehoben – von 556 Euro jetzt auf 603 Euro im Jahr 2026. Der Beschluss folgt auf die Empfehlung der Mindestlohnkommission vom Juni.

Auf jeden Fall heizt die Entscheidung die Inflation an.

Thomas Keindorf, Präsident der Handwerkskammer Halle

„Diese Erhöhung setzt die Unternehmen im Handwerk unter Druck. Ob sie diese Kosten im erforderlichen Ausmaß kompensieren können, wird sich zeigen. Auf jeden Fall heizt die Entscheidung die Inflation an“, erklärte der Präsident der Handwerkskammer Halle, Thomas Keindorf. Auch wird die Verlockung, statt einer Ausbildung als Ungelernter mit Mindestlohn arbeiten zu gehen, immer größer.

Die Erhöhung an sich komme in einer Zeit, in der Deutschland unter einer Wirtschaftskrise leide und viele Arbeitsplätze abgebaut würden.

Keindorf verwies zugleich auf die Tarifautonomie, die im Handwerk jahrzehntelang das Miteinander von Gesellen und Arbeitgebern geprägt hat. Nur im Zusammenspiel von Arbeitgebern und Gewerkschaften kann ein austarierter Lohn für gute Arbeit in den Regionen gefunden werden.