
Zu einer Informationsveranstaltung über die neuen Werkstätten für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik (SHK) hatte das Bildungs- und Technologiezentrum (BTZ) nach Halle-Osendorf eingeladen. Vertreter von Ausbildungsbetrieben sowie der Kreishandwerkerschaften Anhalt-Bitterfeld und Saalekreis nutzten die Gelegenheit, sich vor Ort ein Bild von der Ausstattung und den Ausbildungsbedingungen zu machen.
Zu Beginn der Veranstaltung erläuterte BTZ-Leiter Alexander Hermanns die Hintergründe des Standortwechsels: „Wir sind Ende letzten Jahres in die Situation gekommen, dass wir unseren bisherigen Ausbildungsstandort in Stedten etwas früher als geplant verlassen mussten. Dort sind bauliche Mängel an den alten Gebäuden aufgetreten. Deshalb haben wir uns entschlossen, die SHK-Ausbildung noch vor Fertigstellung unseres neuen Campus nach Halle-Osendorf zu verlagern.“
In Stedten standen sieben SHK-Werkstätten zur Verfügung, in Osendorf sind es nun drei. „Wir haben aber alle wesentliche Technik mitnehmen können, sodass wir sämtliche Lehrgänge der überbetrieblichen Lehrlingsunterweisung (ÜLU) weiterhin vollständig durch-führen können“, betonte Alexander Hermanns. Der Umzug ist im zweiten Halbjahr des vergangenen Jahres ein „wirklicher Kraftakt“ gewesen. Sein Dank gilt dem Fachbereich und den Mitarbeitenden, die neben dem laufenden Ausbildungsbetrieb die organisatorische und technische Umsetzung gestemmt haben.
Thomas Klokow, Fachbereichsleiter Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik, stellte bei einem Rundgang die neu eingerichteten Werkstätten vor. Im fachlichen Austausch wurde insbesondere die wachsende Bedeutung elektrotechnischer Inhalte innerhalb der SHK-Ausbildung thematisiert – ein Bereich, der in der überbetrieblichen Lehrunterweisung entsprechend stärker berücksichtigt wird.
Michael Gerhold, Installateur- und Heizungsbauermeister von Mühlbach Haustechnik aus Zeitz, zeigte sich positiv überrascht: „Ich wollte einen genaueren Einblick gewinnen, wie die Auszubilden-den in den überbetrieblichen Lehrgängen geschult werden.“ Besonders beeindruckt hätten ihn die technischen Anlagen, etwa Wärmepumpen und Smart-Home-Systeme. „Hervorzuheben ist das vollständig aufgebaute Modell einer Lüftungsanlage, das einen sehr praxisnahen Eindruck vermittelt.“
Als Mehrwert nennt Michael Gerhold den persönlichen Austausch: „Durch solche Begegnungen entsteht ein besserer Bezug zu den Menschen vor Ort, was die Zusammenarbeit erleichtert und transparenter macht.“ Informationsveranstaltungen dieser Art könnten dazu beitragen, das gegenseitige Verständnis zwischen Ausbildungsbetrieben und überbetrieblichen Einrichtungen zu stärken.
Künftig sollen entsprechende Formate regelmäßig und auch in anderen Fachbereichen angeboten werden, etwa zu Beginn eines Ausbildungsjahres.