Überbetriebliche Lehrausbildung SHK-Azubis im Endspurt

Seit Jahresbeginn finden Lehrgänge der SHK-Technik am Standort Halle-Osendorf statt. Los ging es mit der Durchführung der Gesellenabschlussprüfungen für SHK-Anlagenmechaniker.

Azubi Raphael Lausch (vorn) lötet unter den Augen von Ausbilder Georg Gewe eine Kupferrohrverbindung im Weichlotverfahren. Die Übung ist Teil der gezielten Vorbereitung auf die Gesellenprüfung.
Azubi Raphael Lausch (vorn) lötet unter den Augen von Ausbilder Georg Gewe eine Kupferrohrverbindung im Weichlotverfahren. Die Übung ist Teil der gezielten Vorbereitung auf die Gesellenprüfung. Foto: HWK Halle / Tobias Kirchner

In den neu eingerichteten Installationswerkstätten am Standort Halle-Osendorf herrscht reges Treiben. Viele Auszubildende zum Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik nutzen einen Vorbereitungslehrgang, um abschließend noch einmal gezielt Fertigkeiten und Kompetenzen für die Abschlussprüfung zu trainieren.

„In dem Lehrgang üben sie noch einmal alle Fertigungsverfahren wie Löten, Pressen, Biegen, Verbinden, Auseinandertrennen – alles, was im Rahmen der Gesellenprüfung vorgegeben ist“, erklärt SHK-Ausbilder Georg Gewe. „Was wir in dreieinhalb Jahren erarbeitet haben, wird hier noch einmal aufgefrischt, um Sicherheit für die Prüfung zu bekommen.“

Da sich viele Ausbildungsbetriebe auf Teilbereiche der SHK-Technik spezialisiert haben, kann nicht in jedem Betrieb die gesamte Bandbreite an Praxis vermittelt werden. Umso wichtiger ist der Vorbereitungskurs am Bildungszentrum. „Hier können viele Arbeiten gebündelt vermittelt werden“, so Georg Gewe. „Viele Azubis löten zum Beispiel gar nicht in ihrer Firma, aber das ist Teil der Prüfung. Hier können sie das noch einmal üben.“

SHK-Azubi Raphael Lausch lötet an diesem Tag Kupferrohre und übt so für die praktische Gesellenprüfung vor. Auch er fühlt sich gut vorbereitet: „Ich bin motiviert, die Gesellenprüfung gut abzuschließen.“ Als Abiturient konnte er seine Ausbildungszeit auf zweieinhalb Jahre verkürzen und hat bereits konkrete Pläne für die Zeit nach der Ausbildung: „Ich möchte sehr bald meine Meisterausbildung anfangen und mich später mit einer eigenen Firma selbstständig machen.“

Dass der SHK-Bereich ab sofort in Halle-Osendorf untergebracht ist, bringt viele Vorteile. „Metall-, Elektro- sowie Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik sind jetzt hier an einem Standort vereint“, sagt Ausbilder Georg Gewe. „Es gibt in der Aus- und Weiterbildung viele Überschneidungen und so lässt sich die Zusammenarbeit besser umsetzen.“ Außerdem: Das wiedereröffnete Gästehaus liegt direkt am Standort. „Vorher mussten die Lehrlinge jeden Morgen mit dem Bus nach Stedten fahren. Nun sind sie in fünf Minuten in der Werkstatt.“

Die Förderung der überbetrieblichen Lehrgänge erfolgt durch den Europäischen Sozialfonds Plus Sachsen-Anhalt (2021–2027) sowie durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.