
Die Handwerkskammer Halle warnt ihre Mitgliedsbetriebe vor einer Betrugsmasche, bei der angebliche Kanzleien Insolvenzverkäufe anbieten. Auch im Kammergebiet Halle (Saale) wurde mindestens ein Betriebsinhaber jetzt Opfer des Betruges.
Bereits im vergangenen Jahr informierte die Bundesrechtsanwaltskammer (BRAK) über Betrugsversuche, bei denen sowohl ausgedachte Kanzleien für den Betrug genutzt als auch die Identität von real existierenden Kanzleien missbraucht wurden.
Die Betrüger erstellten für die vermeintlichen Kanzleien eigene Webseiten und verschickten E-Mails, in denen Güter aus einer angeblichen Insolvenzmasse zum Kauf angeboten wurden. Auch gerichtliche Eröffnungsbeschlüsse wurden gefälscht, um die Täuschung so echt wie möglich wirken zu lassen. Die angeschriebenen Personen sollen bei einem gewünschten Kauf per Vorkasse zahlen – eine Lieferung erfolgt jedoch nicht.
Empfänger solcher Angebote sollten die Echtheit der als Absender angegebenen Kanzleien sorgfältig prüfen. Die Bundesrechtsanwaltskammer weist auf das Bundesweite Amtliche Anwaltsverzeichnis auf ihrer Webseite hin, in dem sich tagesaktuell überprüfen lasse, ob eine Rechtsanwältin oder ein Rechtsanwalt zur Rechtsanwaltschaft zugelassen und in welcher Kanzlei er oder sie tätig ist. Aber Vorsicht: Werde für den Betrugsversuch die Identität eines Anwalts gestohlen, sei diese Überprüfung unzureichend.
Informationen: www.brak.de