Beste Meister 2024 Chris Maurice Richter

Chris Maurice Richter aus Raguhn-Jeßnitz ist der beste Kraftfahrzeugtechnikmeister 2024. Der 25-Jährige hat 2022 bei einem Wettbewerb ein Stipendium bekommen. Das war der Zeitpunkt, an dem er wusste: Es ist Zeit den Meister zu machen.

HWK Halle

Was war Ihr Traumberuf als Kind?

Ich wollte schon immer was mit Autos machen. Zwischendurch hab ich auch mal mit dem Gedanken gespielt, Zweiradmechaniker zu werden. Meine Schulpraktika hab ich aber immer in Autowerkstätten gemacht.

Warum haben Sie sich für die Meisterausbildung entschieden?

Ich habe 2022 beim Leistungswettbewerb der Kfz-Mechatroniker in Frankfurt mitgemacht und ein Stipendium bekommen – das war der Anstoß. Da wusste ich: Jetzt ist der richtige Moment, den Meister anzugehen.

Was hat Ihnen besonders an Ihrer Zeit in der Meisterschule  gefallen?

Der Austausch mit den anderen war super spannend – Jeder bringt andere Sichtweisen und Erfahrungen mit. Wir haben als Team gemeinsam auf ein Ziel hingearbeitet und auch nach dem Unterricht oft noch zusammen gelernt. Das hat den Zusammenhalt richtig gestärkt.

Welche Herausforderungen mussten Sie während Ihrer Meisterausbildung überwinden und wie haben Sie diese gemeistert?

Eine echte Herausforderung war für mich der betriebswirtschaftliche Teil der Meisterausbildung. Als Handwerker denkt man eher praktisch und lösungsorientiert – plötzlich musste ich mich mit Zahlen, Kalkulationen und kaufmännischen Themen auseinandersetzen. Das war erstmal ungewohnt und fordernd. Aber ich hab mich reingebissen, viel nachgearbeitet und den Austausch mit den anderen genutzt. Am Ende hat sich der Einsatz auf jeden Fall gelohnt.

Wenn man das macht, was man liebt, ist die Balance oft gar kein großes Thema.

Chris Maurice Richter

Wie schaffen Sie es, Beruf und Privatleben in Einklang zu bringen?

Mein Beruf macht mir einfach richtig Spaß – ich geh gern zur Arbeit. Das überträgt sich auch aufs Privatleben. Wenn man das macht, was man liebt, ist die Balance oft gar kein großes Thema.

Welche Ratschläge würden Sie jungen Menschen geben, die eine Karriere im Handwerk anstreben?

Traut euch! Viele haben noch dieses alte Bild vom Handwerk im Kopf, aber da hat sich so viel getan. Die Möglichkeiten sind riesig – und man kann echt was bewegen.

Gab es seit Ihrer Meisterausbildung neue Aufgaben oder Verantwortlichkeiten für Sie in Ihrem Unternehmen?

Ja, da ist Einiges dazugekommen! Ich bin zum Beispiel als Servicetechniker unterwegs, kümmere mich um die Abgasuntersuchungen, mache Diagnosen – und bilde inzwischen auch Lehrlinge aus. Die freuen sich, einen jungen Ausbilder zu haben, der noch nah dran ist an dem, was sie gerade lernen.

Ein Blick in die Glaskugel: Wo sehen Sie sich beruflich in zehn  Jahren?

Ich sehe mich weiterhin als angestellter Meister – im selben großartigen Team. Es macht einfach Spaß, hier zu arbeiten.