
Was war Ihr Traumberuf als Kind?
Ich wollte gerne Archäologe werden.
Warum war der Metallbauer genau der richtige Beruf für Sie?
Während meines Studiums entdeckte ich mein Interesse an der Metallrestaurierung. Die theoretische Auseinandersetzung genügte mir nicht; ich wollte praktische Erfahrung sammeln. Daher entschied ich mich für eine Metallausbildung, die ich bei Haber & Brandner in Berlin absolvierte.
Warum haben Sie sich für die Meisterausbildung entschieden?
Ich habe eine neue, fachliche Herausforderung gesucht und es war an der Zeit mich persönlich weiterentwickeln.
Was hat Ihnen besonders an Ihrer Zeit in der Meisterschule gefallen?
Der Austausch mit Kolleginnen und Kollegen, auch aus anderen Gewerken, war bereichernd. Ich habe viel fachlichen und praktischen Input erhalten. Besonders schätzte ich die Zeit, Dinge auszuprobieren und zu vertiefen, für die im Berufsalltag oft keine Gelegenheit ist – zum Beispiel das Arbeiten an der Fräsmaschine oder das Üben im Hartlöten und Kupfertreiben, dies konnte ich in Ruhe ausprobieren. Auch das Wiederholen und Festigen von Grundlagenwissen, etwa zur richtigen Materialauswahl oder zu Normen und Richtlinien beim Bau von Geländern und Treppen, war sehr hilfreich.
Besonders schätzte ich die Zeit, Dinge auszuprobieren und zu vertiefen, für die im Berufsalltag oft keine Gelegenheit ist.
Konrad Lambrecht
Welche Herausforderungen mussten Sie während Ihrer Meisterausbildung überwinden und wie haben Sie diese gemeistert?
Die größte Herausforderung war Arbeit, Familie und Meisterschule zu vereinbaren. Dank der Unterstützung meiner Familie und Freunde sowie flexibler Arbeitszeiten gelang mir dies. Wichtig war auch, Lern- und Übungszeiten zu planen und in der Freizeit motiviert zu bleiben und sich aufzuraffen.
Was zeichnet Ihrer Meinung nach einen herausragenden Handwerksmeister aus?
Die Fähigkeit zur Selbstreflexion. Was kann ich und mein Team leisten? Wo sind unsere Stärken? Klare, direkte Kommunikation und ein wertschätzender Umgang mit den Kollegen und Kolleginnen und meinen Kunden. Lob und Kritik anbringen, wenn es angemessen ist, und klare Absprachen treffen und Aufgaben übermitteln, Rückmeldungen einholen und Grenzen ziehen und auch unangenehmen Gesprächen nicht aus dem Weg gehen. Eine sorgfältige Auftragsprüfung mit einer guten Planung ist entscheidend, um langfristige Effizienz zu gewährleisten. Manch eine bürokratische Zeitersparnis holt einen sonst nur ein.
Gab es seit Ihrer Meisterausbildung neue Aufgaben oder Verantwortlichkeiten für Sie in Ihrem Unternehmen?
Seit dem Meisterabschluss bin ich offiziell Teamleiter und betreue einen Auszubildenden.
Wem wollen Sie für die Unterstützung während der Meisterschule danken und warum?
Viele Dozenten engagierten sich stark, um uns Wissen und Praxis zu vermitteln. Besonders hervorheben möchte ich Olli. Er hat sich bei der Vorbereitung für mein Meisterstück mehr Gedanken um das Löten meines Kupferblechs mit Messinglot gemacht, als ich und stand mir beim Ausprobieren mit Rat und Tat zur Seite.