Reformpaket der Bundesregierung Großer Wurf steht noch aus

Das heute vorgestellte Maßnahmenpaket der Bundesregierung geht laut der Handwerkskammer Halle nicht weit genug.

Holzstempel mit dem Aufdruck „Reformpolitik“ liegt auf Euro-Banknoten und -Münzen, die im Hintergrund verteilt sind.
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„Das Reformpaket enthält viele positive Aspekte, ist aber nicht der große Wurf“, sagte Thomas Keindorf. Der Präsident der Handwerkskammer Halle machte die Position der Kammer an zwei Einzelvorschlägen fest: Der Handwerkerbonus für Leistungen in privaten Haushalten wird beibehalten, aber reduziert: „Dies ist im Rahmen einer umfassenden Regelung vertretbar. Wir hätten es allerdings als zielführender empfunden, nicht den Bonus als solchen zu reduzieren, sondern beispielsweise gesetzlich vorgeschriebene Dienstleistungen aus dem Katalog zu streichen.“

Das Handwerk begrüße laut Keindorf zudem längere Sonntagsöffnungszeiten für Bäcker und Konditoren, vermisse jedoch eine parallele Regelung bei der Arbeitszeit.

Aus Sicht der Unternehmen werden die Auswirkungen des Reformpakets in Summe wohl zu gering sein, um die aktuelle Wirtschaftskrise umzukehren.

Thomas Keindorf, Präsident der Handwerkskammer Halle

Insgesamt sei es laut dem Präsidenten jedoch für eine umfassende Beurteilung des Reformpakets zu früh, da die konkrete gesetzliche Ausformulierung noch fehle. „Aus Sicht der Unternehmen werden die Auswirkungen des Reformpakets in Summe wohl zu gering sein, um die aktuelle Wirtschaftskrise umzukehren“, sagte Keindorf.

Jens Schumann
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